Waffen für Hamas: Weiterer Verdächtiger in Zypern gefasst
Deutschlands Bundesanwaltschaft hat erneut einen mutmasslichen Waffenschmuggler der palästinensischen Terrororganisation Hamas festnehmen lassen.

Der Mann sei am Freitag bei seiner Einreise aus dem Libanon in Zypern am Flughafen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls von Grenzbeamten gefasst worden, teilte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde mit. Am Sonntag wurde demnach ausserdem die Wohnung des Beschuldigten in Berlin durchsucht.
Seit Oktober 2025 hat die Bundesanwaltschaft schon mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit mutmasslicher Waffenbeschaffung für die Hamas festnehmen lassen. Die Waffen sollten nach Einschätzung der Ermittler für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa dienen.
Mutmassliche Komplizen schon in U-Haft
Zunächst hatte die Karlsruher Behörde Anfang Oktober 2025 drei mutmassliche Hamas-Mitglieder in Berlin festnehmen lassen. Bis Ende des Jahres folgte eine Festnahme in London, eine an der deutsch-tschechischen und eine an der deutsch-dänischen Grenze. Im Januar war zuletzt ein Verdächtiger am Berliner Flughafen bei seiner Einreise aus Beirut festgenommen worden.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem jüngst Festgenommenen die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Er soll einem weiteren Hamas-Mitglied über einen Dritten 300 Stück scharfe Munition zukommen gelassen haben.
Erster Hamas-Prozess in Berlin kurz vor Ende
Der Beschuldigte soll nun nach Deutschland überstellt und in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Das kann aber mehrere Wochen oder auch Monate dauern.
Vor dem Kammergericht Berlin neigt sich derweil ein erster Prozess der Bundesanwaltschaft gegen vier mutmassliche Mitglieder der Hamas dem Ende zu. Sie sollen als sogenannte Auslandsoperateure für die Schaffung oder auch Auflösung von Waffendepots in Polen, Bulgarien und Dänemark zuständig gewesen sein. Ein Urteil ist für den 25. März geplant.










