Hisbollah

Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet

Keystone-SDA
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Libanon,

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind eine Reporterin und ein Reporter von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet worden. Der TV-Sender der proiranischen Hisbollah Al-Manar meldete, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Schuaib bei einem Angriff bei Dschesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtete der proiranische Sender Al-Majadin, der auch der Hisbollah nahe steht, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde.

ARCHIV - Ein israelischer Apache-Hubschrauber feuert eine Rakete auf den Südlibanon ab, gesehen von Nordisrael aus. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa (Archivbild)
ARCHIV - Ein israelischer Apache-Hubschrauber feuert eine Rakete auf den Südlibanon ab, gesehen von Nordisrael aus. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa (Archivbild) - Keystone/AP/Ariel Schalit

Das israelische Militär gab an, einen «gezielten» Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als «Journalist getarnt», hiess es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äusserte sich das Militär zunächst nicht.

Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. «Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten», betonte Morcos.

Auch im Gaza-Krieg hat das israelische Militär mehrfach Journalisten getötet. Das Journalistenschutzkomitee CPJ wirft dem israelischen Militär unter anderem vor, eine «langwährende, dokumentierte Praxis, Journalisten als Terroristen zu beschuldigen, ohne glaubhafte Beweise vorzulegen» zu verfolgen.

Kommentare

User #1947 (nicht angemeldet)

Journalisten, die für Propagandasender arbeiten, üben ihren Beruf jedenfalls nicht im Sinne einer freien, unabhängigen und wahrheitsgemässen Berichterstattung aus. Kann man sie dann noch als solche bezeichnen, wenn diese bewusst gegen das Berufsethos verstossen, um einseitige, verfälschte Nachrichten im Auftrag einer Partei zu verbreiten?

User #6397 (nicht angemeldet)

Ich kann es nicht mehr ertragen dieses massaker von Israël aus. Lasst libanon in frieden...1 mollion auf der flucht im eigenen land...man stellt sich dies mal in der schweiz vor. Libanon ist kleiner!

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