Bundeskanzlerin Merkel und Premier Johnson wollen eine humanitäre Krise in Afghanistan unbedingt vermeiden, besprachen sie während eines Telefonats.
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dpatopbilder - Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson begrüsst Bundeskanzlerin Angela Merkel vor ihrem bilateralen Treffen in Chequers, dem Landhaus des Premierministers. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa - sda - Keystone/PA Wire/Stefan Rousseau

Das Wichtigste in Kürze

  • Angela Merkel und Boris Johnson haben wegen der Situation in Afghanistan telefoniert.
  • Beide wollen eine humanitäre Krise in dem Land unbedingt vermeiden.
  • Beide Länder beenden am Wochenende ihre Evakuierungsmissionen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister Boris Johnson haben bei einem Telefonat am Samstag internationale Anstrengungen gefordert, um eine humanitäre Krise in Afghanistan zu verhindern.

Wie aus einer Mitteilung der Regierung in London hervorging, bekannten sich die beiden auch zur Zusammenarbeit, um den beim Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs Anfang der Woche diskutierten Fahrplan für den Umgang mit einer künftigen Regierung in Kabul umzusetzen. Johnson betonte, jegliche Anerkennung und Zusammenarbeit mit den Taliban müsse unter der Bedingung stehen, dass sie denjenigen sicheres Geleit zusicherten, die das Land verlassen wollten, und die Menschenrechte beachteten.

Britische Regierung evakuierte 15'000 Personen

Während die deutsche Rettungsmission aus Afghanistan bereits am Freitag beendet wurde, startete am Samstag noch ein letzter britischer Evakuierungsflug in Kabul.

Insgesamt wurden von britischer Seite nach Regierungsangaben seit dem 13. August knapp 15'000 Menschen ausser Landes gebracht. Erwartet wurde, dass auch die rund 1000 dort eingesetzten britischen Soldaten noch am Wochenende das Land verlassen sollten. Nach Schätzungen der Regierung werden damit 1100 Afghanen und bis zu 150 britische Staatsbürger im Land verbleiben.

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