Israelische Soldaten markieren Palästinenser bei Verhör mit Nummern

Keystone-SDA
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Israel,

Israels Armee hat Berichte bestätigt, wonach israelische Sicherheitskräfte Palästinenser während Befragungen im Westjordanland mit Nummern markiert haben. Die israelische Zeitung «Haaretz» hatte dies zuvor gemeldet.

Israel Armee Westjordanland
Israelische Soldaten halten Palästinenser während einer Militäroperation im Flüchtlingslager Qalandia südlich der Stadt Ramallah im Westjordanland am 6. August 2026 für eine Sicherheitskontrolle an. - keystone

Der Zeitung zufolge hatten Soldaten den Betroffenen in Kabatija in der Nähe der Stadt Dschenin bei einem Einsatz am Montag mit Markern Nummern auf ihre Gesichter und Körper geschrieben.

In mehreren israelischen sowie sozialen Medien wurden auch Aufnahmen veröffentlicht, die einen betroffenen Palästinenser zeigen sollen, auf dessen Stirn die Zahl 44 steht. Der oppositionelle arabische Abgeordnete Ahmed Tibi schrieb auf X, so sehe Entmenschlichung aus. «Ein Bild, das an dunkle Zeiten erinnert und jeden Menschen erschüttern sollte.»

Israels Armee teilte auf Anfrage mit: «Während eines Einsatzes im Gebiet von Kabatija kennzeichneten Sicherheitskräfte Verdächtige, die im Rahmen der Operation verhört wurden.» Die Kommandeure hätten die Soldaten ausdrücklich darauf hingewiesen, wie schwerwiegend dieses Verhalten sei. Aus dem Vorfall seien Lehren gezogen worden.

Die «Times of Israel» berichtete, die israelische Armee habe eine ähnlich lautende Stellungnahme auch bei einem Vorfall im April veröffentlicht. Damals wurden demnach Palästinensern, die ein vom Militär kontrolliertes Flüchtlingsviertel betraten, Zahlen auf die Hände geschrieben.

Die israelische Armee hatte am Montag eigenen Angaben zufolge in Kabatija 100 Gebäude durchsucht und zwei Palästinenser festgenommen, die den Angaben zufolge verdächtigt werden, Anschläge geplant zu haben. Weitere Personen seien verhört worden. Laut Berichten sollen die Betroffenen auch geschlagen worden sein. Das israelische Militär äusserte sich zu diesen Vorwürfen zunächst nicht.

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und eigenen Anschlägen getötet. Aber auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat stark zugenommen.

Kommentare

User #3983 (nicht angemeldet)

Nazis machen Nazi-Sachen

User #5889 (nicht angemeldet)

Warte bis die Israelis merken, dass sie arabische Zahlen verwenden. Satire

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