Irans Justiz bearbeitet Fälle wie im Kriegszustand

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Iran,

Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmassliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen.

Iran Flagge
Die Iranische Flagge weht vor der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin. (Symbolbild) - keystone

«Die Justizbehörde befindet sich bis auf weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung», sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach «entschlossen und beschleunigt» bearbeitet.

Konkret heisst die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen.

Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.

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Kommentare

User #3417 (nicht angemeldet)

Eine Waffenruhe ist kein Friedensabkommen, also Kriegsrecht.

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