Wallis will kantonalen Plan zur Eindämmung der Krankenkassenprämien
Der Walliser Staatsrat soll einen kantonalen Aktionsplan zur Eindämmung der Gesundheitskosten und zur Senkung der Krankenkassenprämien ausarbeiten. Der Grosse Rat hat am Donnerstag ein entsprechendes Postulat der SVP an die Regierung überwiesen.

Das Argument der kantonalen Ohnmacht gegenüber den Krankenkassenprämien sei vom Kanton Zug widerlegt worden, hiess es im Postulat. Mit einem politischen Entscheid – der Übernahme von 99 Prozent der Spitalkosten – habe Zug seinen Bürgern eine historische Senkung ihrer Prämien um 14,7 Prozent ermöglicht. Dieses Beispiel beweist, dass die Kantone über wirkungsvolle Hebel verfügen würden.
Anfang 2026 waren die Krankenkassenprämien im Wallis um 5,9 Prozent gestiegen, gegenüber 4,4 Prozent im Schweizer Durchschnitt.
Für den Abgeordneten der SVP des französischsprachigen Kantonsteils muss der Staatsrat die tieferen Ursachen des Kostenanstiegs angehen, auf die der Kanton direkten Einfluss hat, nämlich: die Optimierung der Spitalstruktur, die Eindämmung der ambulanten Kosten, die Digitalisierung, die Koordination der Versorgung und die Prävention.
«Wir fordern den Staatsrat auf, dem Grossen Rat einen kantonalen Aktionsplan zur Eindämmung der Gesundheitskosten und zur Senkung der Krankenkassenprämien vorzulegen.»
Das Postulat stiess auf breite Unterstützung. Es wurde mit 98 Ja- und lediglich 25 Nein-Stimmen dem Staatsrat zur Stellungnahme übermittelt.
In einem weiteren Postulat wurde der Staatsrat aufgefordert, die Auswirkungen einer verstärkten kantonalen Übernahme ambulanter Leistungen zu untersuchen und zu beziffern. Diese Analyse würde es ermöglichen, zu verdeutlichen, was jeder Walliser monatlich einsparen könnte und die zur Verfügung stehenden politischen Alternativen zu bewerten.
Die SP, die Grünen und die Mitte des Unterwallis stellten sich gegen das Postulat aus den Reihen der SVP und FDP. Bei der Abstimmung setzte sich das Nein mit 81 zu 43 Stimmen durch.






