Irans Präsident schlägt autofreien Tag vor

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Iran,

Angesichts drohender Versorgungsengpässe hat Irans Präsident Massud Peseschkian einen autofreien Wochentag vorgeschlagen.

Teheran
Stadtteil von Teheran. (Symbolbild) - Pixabay

Der konservativ-moderate Regierungschef forderte bei einer Kabinettssitzung «einen Tag pro Woche ohne Auto», wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Ansatz müsse bei der Regierung und staatlichen Einrichtungen beginnen, bevor die Bevölkerung dazu aufgerufen werde, sagte er weiter.

In dieser Woche hat Irans Regierung die nicht subventionierten Spritpreise verdoppelt. Die ersten 110 Liter tanken Iranerinnen und Iraner mit einer Tankkarte jedoch weiterhin vergünstigt. Ist dieses Kontingent aufgebraucht, greift der reguläre Spritpreis von nun umgerechnet etwa vier Cent. Was aus europäischer Sicht günstig wirkt, hat im Iran angesichts deutlich niedrigerer Einkommen weitreichende Folgen.

Erst Ende August führten Ängste vor Versorgungsengpässen zu langen Schlangen vor Tankstellen. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole Teheran sogar mitten in der Nacht vor den Tankstellen. Die Regierung räumte Probleme infolge des Kriegs ein, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. 2019 löste eine Anhebung der Spritpreise noch landesweite Proteste aus.

Kommentare

Weiterlesen

ads
110 Interaktionen
Deutsche melden
Racial Profiling
133 Interaktionen
Im ÖV

MEHR IN NEWS

Ebola
Ebola im Kongo
FCB
40 Interaktionen
Trainer-Knall
smi 13'000 punkte
Zürich

MEHR AUS IRAN

Iran
2 Interaktionen
Teheran
Iran greift hormus
8 Interaktionen
Vergeltung
hormus
Revolutionsgarden
8 Interaktionen
Teheran