Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Hormus

Keystone-SDA
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Bern,

Der Iran gewährt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage der Strasse von Hormus. Die Erteilung einer Sondergenehmigung gehe auf eine der wichtigsten Forderungen der irakischen Führung während des Besuchs von Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf in dieser Woche in Bagdad zurück.

Die Strasse von Hormus. Foto: The Visible Earth/NASA
Die Strasse von Hormus. Foto: The Visible Earth/NASA - dpa-infocom GmbH

Die Agentur machte keine Angaben, wie viele Tanker aus dem Irak die strategisch wichtige Meerenge bislang passiert haben und ob die Sondergenehmigung dauerhaft für Schiffe aus dem Nachbarland gilt.

Die Genehmigung erfolgte vor dem Hintergrund eines verschärften wirtschaftlichen Drucks der USA auf den Iran. Das Nachbarland Irak nimmt für die Führung in Teheran eine Schlüsselrolle ein. Beide Länder verbindet eine rund 1.600 Kilometer lange Grenze sowie ein enges Netz aus politischen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Nach Erkenntnissen des US-Finanzministeriums nutzt Teheran die Kooperation mit dem Irak systematisch zur Umgehung von Sanktionen. Eine Methode sei, iranisches Rohöl oder Heizöl mit irakischem zu vermischen, mit Hilfe falscher Dokumente in irakisches Öl umzudeklarieren und dann auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Als eine weitere Methode wird der klassische Grenzschmuggel genannt.

Kommentare

User #2115 (nicht angemeldet)

Die Weltgemeinschaft kann den import von iranischem öl innerhalb ihrer Gesellschaft verbieten, aber die welt hat bestimmt kein recht dazu, die ausfuhr sowie verkauf an länder die Geschäfte mit dem iran tätigen wollen, zu verbieten. Ich nenne das schlicht Machtmissbrauch.

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