Benzin um zwanzig Rappen teurer seit Kriegsbeginn
Infolge des Iran-Kriegs sind die Treibstoffpreise in der Schweiz erneut gestiegen. Benzin verteuerte sich innerhalb einer Woche um 5 Rappen pro Liter.

Ein Liter Bleifrei 95 kostete durchschnittlich noch 1.82 Franken vor einer Woche am Montag.
Am Dienstag dieser Woche lag der Preis bereits bei 1.87 Franken pro Liter, wie «swissinfo.ch» berichtet. Dies entspricht einem Plus von fünf Rappen pro Liter innerhalb von nur sieben Tagen.
Noch drastischer fällt die Entwicklung beim Diesel aus. «Swissinfo.ch» vermeldet, dass Diesel im gleichen Zeitraum um neun Rappen auf 2.19 Franken stieg.
Iran-Krieg blockiert wichtige Handelsroute
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten beeinflussen die internationalen Energiemärkte unmittelbar und dramatisch.
Das «SRF» erklärt, dass die Strasse von Hormus täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abwickelt. Diese Meerenge zwischen dem Iran und Oman ist derzeit faktisch blockiert.
Dadurch steigen die Ölpreise weltweit deutlich an. Diese Unsicherheit schlägt sich schnell in den Schweizer Benzinpreisen nieder.
Benzin um 20 und Diesel um 40 Rappen teurer seit Kriegsbeginn
Seit Ausbruch des Konflikts im Februar haben Autofahrende massiv höhere Kosten zu tragen.
«Swissinfo.ch» vermeldet, dass Benzin um insgesamt 20 Rappen teurer wurde seit Kriegsbeginn. Bei Diesel beträgt der Anstieg sogar 40 Rappen pro Liter insgesamt.
Diese Preissteigerungen entstehen nicht graduell, sondern sprunghaft und überraschend. Die internationalen Ölmärkte reagieren auf Nachrichten aus dem Nahen Osten äusserst volatil.
Internationale Rohölpreise unter starkem Druck
Der Rohölpreis in Rotterdam entwickelte sich seit dem Konflikt ausserordentlich dramatisch.
Zwischen dem 27. Februar und dem 10. März stieg Benzin um etwa 25 Prozent, erklärt das «Touring Club Schweiz» (TCS). Diesel verteuerte sich im gleichen Zeitraum um etwa 50 Prozent deutlich.

Diese Entwicklung an den internationalen Börsen determiniert den Schweizer Tankstellenpreis massgeblich. Wechselkurse und Transportkosten modifizieren die Endpreise zusätzlich.
Schweizer Versorgung bleibt vorläufig stabil
Trotz erheblicher Preisanstiege gibt es aktuell keine Versorgungsprobleme in der Schweiz.
Ein Sprecher des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung bestätigte gegenüber «swissinfo.ch», dass die Erdölversorgung derzeit vollständig gesichert ist.
Das Bundesamt verfügt über Pflichtlager mit verschiedenen Erdölprodukten. Diese Reserven decken den nationalen Bedarf für viereinhalb Monate komplett ab.








