Iran beschiesst Handelsschiffe in der Strasse von Hormus
Der Iran greift in der Strasse von Hormus Handelsschiffe an – ein Containerschiff wird beschädigt, der Ölpreis schiesst in die Höhe.

Iranische Streitkräfte haben am Samstag mehrere Handelsschiffe in der Strasse von Hormus unter Beschuss genommen.
Wie das «SRF» berichtet, wurde dabei ein Containerschiff beschädigt. Weitere Schiffe meldeten Zwischenfälle.
Die Revolutionsgarden erklärten die strategisch wichtige Meerenge gleichzeitig für «unter strenger Kontrolle» stehend, berichtet «Euronews». Das geschah, obwohl Irans Aussenminister Abbas Araghchi noch kurz zuvor versichert hatte, die Strasse bleibe für den Handel offen.
Trumps Reaktion und US-Blockade von Hormus
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Schüsse in der Strasse von Hormus laut dem «SRF» als «totalen Verstoss gegen das Waffenstillstandsabkommen». Dabei seien ein französisches Schiff und ein Frachter aus Grossbritannien getroffen worden, so Trump.
Das US-Militär hat zudem die Kontrolle über ein iranisches Frachtschiff übernommen, das die Seeblockade brechen wollte. Das US-Zentralkommando teilte mit, die Marine habe mehr als 23 Schiffe daran gehindert, iranische Häfen zu verlassen, berichtet «Euronews».
General Dan Kean, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, erklärte, die USA würden jedes Schiff verfolgen, das unter iranischer Flagge fährt. Zudem würden auch Schiffe ins Visier genommen, die Teheran materiell unterstützen.
Ölpreise schiessen in die Höhe
Die erneute Schliessung der Strasse von Hormus treibt die Ölpreise stark in die Höhe, wie «T-Online» berichtet.
Am Montag stieg der Preis für die Nordseesorte Brent um über sieben Prozent auf 96,94 Dollar pro Barrel. Der Preis für US-Leichtöl (WTI) legte um 7,24 Prozent zu und erreichte 89,92 Dollar.
Trotz der negativen Nachrichten sei am Markt noch keine Panik zu spüren, erklärte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone.
Verhandlungen ohne Ergebnis
Die iranische Führung lehnt laut «SRF» eine zweite Verhandlungsrunde mit US-Vertretern in Islamabad ab. Solange die US-Marine an ihrer Seeblockade festhalte, werde es keine Gespräche geben, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Am Mittwoch läuft der vor knapp zwei Wochen in Kraft getretene Waffenstillstand aus, berichtet «Euronews».
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, die Streitkräfte seien «in höchster Einsatzbereitschaft», falls die Gespräche scheitern.












