Iran bleibt offline – privilegierte Gruppen surfen weiter

Keystone-SDA
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Iran,

Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

ARCHIV - Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm. Foto: -/dpa
ARCHIV - Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm. Foto: -/dpa - Keystone/dpa/-

Netblocks kritisierte: «Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.»

Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äussern könnten.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

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Kommentare

User #6248 (nicht angemeldet)

So ähnliche Sachen gibt es auch in der Schweiz, komisch das es darüber keinen Artikel gibt--- (Ironie off)

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