Trump attackiert Merz: «Keine Ahnung, wovon er spricht!»

    Keystone-SDA
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    USA,

    Nach deutlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es sei kein Wunder, «dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!». Er warf Merz (CDU) vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.

    ARCHIV - US-Präsident Donald Trump (r) empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus. Themen sind der Krieg im Iran, der Zollstreit zwischen der EU und den USA gehen, de...
    ARCHIV - US-Präsident Donald Trump (r) empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus. Themen sind der Krieg im Iran, der Zollstreit zwischen der EU und den USA gehen, de... - Keystone/dpa/Kay Nietfeld

    Eigentlich pflegten der Bundeskanzler und der US-Präsident ein gutes Verhältnis zueinander. So sieht sich Merz selbst als einen von wenigen Politikern, die einen guten Zugang zu Trump haben. Bereits mehrfach war er zudem im Weissen Haus zu Gast, die Treffen verliefen ohne Auseinandersetzung.

    Zuletzt stimmte Merz allerdings einen neuen Ton an und kritisierte Washington öffentlich. So warf er der US-Regierung vor, keine Exit-Strategie für den Iran-Krieg zu haben. «Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben», sagte er bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland.

    «Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen», sagte der Bundeskanzler weiter. Die Amerikaner seien im Iran «ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen». Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. «Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln», sagte Merz. «Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung.»

    Auch bei anderen schwelenden Konflikten ging Merz in Opposition zu Trump. Mit Blick auf eine US-Intervention in Kuba sagte er: «Von Kuba geht trotz aller Probleme, die dieses Land mit dem kommunistischen Regime innenpolitisch hat, keinerlei erkennbare Gefährdung für Drittstaaten ausserhalb Kubas aus». Er sehe nicht, «auf welcher Grundlage hier eine Intervention stattfinden sollte.» Trump hatte Kuba offen mit einer «Übernahme» gedroht.

    Kommentare

    User #2833 (nicht angemeldet)

    Eben streichelt er noch zärtlich sein Bein 🤢

    User #6530 (nicht angemeldet)

    Merz ist abgehoben und hat keinen Bezug zu den Bürgern, er hätte bei Blackrock bleiben sollen. Merkel wusste, warum sie ihn kleingehalten hat.

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