Hunderte Demonstranten in Thailand trotzen Versammlungsverbot

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    Hunderte Menschen trotzen den neuen Massnahmen und demonstrieren am Donnerstag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gegen die Regierung.

    Thailand
    Drei Finger hoch - die Geste der Protestbewegung. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Donnerstag gingen wieder hunderte Thailänderinnen und Thailänder auf die Strasse.
    • Die Protestbewegung fordert den Rücktritt der Regierung von Ex-Armeechef Prayut.
    • Gestern Mittwoch wurden bei Demonstrationen 22 Aktivisten verhaftet.

    Trotz der Verhängung des Ausnahmezustands durch die thailändische Regierung haben sich Hunderte von Demonstranten in der Hauptstadt Bangkok versammelt.

    Sie forderten die Freilassung ihrer zuvor festgenommenen Mitstreiter. Viele hielten drei Finger in die Luft, das Symbol der pro-demokratischen Studentenbewegung in Thailand.

    Die Protestbewegung hatte zuvor in den Online-Medien dazu aufgerufen, sich trotz der von der Regierung erlassenen Notstandsbefugnisse zu treffen. «Kommt mit Kraft heraus - nur moralische Unterstützung von zu Hause aus zu geben, reicht nicht», teilte sie mit.

    22 Festnahmen am Mittwoch

    Zuvor hatte die Regierung von Ex-Armeechef Prayut Chan-O-Cha angesichts der anhaltenden Proteste den Notstand verhängt. Versammlungen von mehr als vier Menschen in der Hauptstadt Bangkok sowie die Veröffentlichung von Botschaften im Internet, welche die nationale Sicherheit beeinträchtigen könnten, wurden verboten.

    Prayut Chan-O-Cha
    Prayut Chan-o-cha (M) bleibt Premierminister von Thailand. Foto: Gemunu Amarasinghe/AP - dpa

    Am Mittwoch hatten sich Tausende bei einer Anti-Regierungs-Demonstration versammelt. Nachdem die Notstandsmassnahmen angekündigt worden waren, trieb die Polizei die Demonstranten auseinander und nahm 22 Aktivisten fest.

    Von Hongkonger Bewegung inspiriert

    Die pro-demokratische Protestbewegung fordert den Rücktritt der Regierung und eine offene Debatte über die Rolle der Monarchie in Thailand. Die teils von der Hongkonger Demokratiebewegung inspirierten Demonstranten fordern auch die Abschaffung eines umstrittenen Gesetzes zum Schutz der Monarchie. Dieses sieht harte Strafen für Kritik am Königshaus vor.

    In der jüngeren thailändischen Vergangenheit hat es mehr als ein Dutzend Militärputsche gegeben. Der jüngste Putsch fand 2014 statt. Aus einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl ging dann im vergangenen Jahr der frühere Armeechef Prayut als Sieger hervor.

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