Grossbritannien kündigt neue Polizeibehörde an
Grossbritannien plant die Gründung einer neuen Polizeibehörde zur Bekämpfung schwerer Verbrechen. Der Nationale Polizeidienst NPS – eine Art britisches FBI – soll Verbrechen wie Terrorismus, Betrug und organisierte Kriminalität bekämpfen und dabei modernste Technik einsetzen, wie die Nachrichtenagentur PA und andere britische Medien unter Berufung auf Innenministerin Shabana Mahmood berichten.

Ein Starttermin wurde nicht bekanntgegeben. Die Behörde solle nur für England und Wales zuständig sein, hiess es, da die Polizeiarbeit in Schottland und Nordirland dezentralisiert sei. Das Aufgabenspektrum erinnert ans FBI, das als zentrale Bundespolizei in den USA unter anderem Terrorismus, Spionage und organisierte Kriminalität bekämpft.
Die neue Behörde soll unter anderem die Anti-Terror-Polizei, die Verkehrspolizei und die National Crime Agency in einer einzigen Organisation zusammenführen. Ein Kommissar – der dann ranghöchste Polizist des Landes – soll die NPS leiten. Durch die Zentralisierung bei einer einzigen nationalen Polizeibehörde anstatt von 43 einzelnen Stellen sollen laut PA allein bei der Beschaffung von Uniformen und anderer Ausrüstung rund 350 Millionen Pfund (gut 400 Millionen Euro) eingespart werden.
«Wir werden einen neuen nationalen Polizeidienst schaffen – der als «britisches FBI» bezeichnet werden soll -, der erstklassige Fachkräfte und modernste Technologie einsetzt, um gefährliche Verbrecher aufzuspüren und zu fassen«, zitierte der Sender Sky die Innenministerin. Dadurch bekämen die örtlichen Polizeikräfte mehr Zeit für die Verbrechensbekämpfung in ihren Gemeinden.










