Kolumbien fasst Peru-Chef venezolanischer Drogenbande
Kolumbiens Sicherheitskräfte haben in Bogotá den führenden Kopf der berüchtigten kriminellen Organisation Tren de Aragua in Peru festgenommen. «Die Botschaft an die grenzüberschreitende Kriminalität ist klar: Kolumbien wird kein Zufluchtsort und kein Schutzraum für Kriminelle sein. Wir werden sie verfolgen, festnehmen und der Justiz zuführen, woher sie auch kommen», schrieb Präsident Abelardo De la Espriella auf der Plattform X.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um Luis Saúl Pérez Nieto alias «Páez» oder «Nairobi». Er soll Erpressungen, internationalen Waffenhandel, gezielte Tötungen und Drogenhandel auf wichtigen Routen in Süd- und Mittelamerika koordiniert haben. Wegen dieser Delikte werde er auch von US-Behörden gesucht, schrieb De la Espriella. Der Präsident bezeichnete Pérez Nieto zudem als Vertrauten von Niño Guerrero, dem früheren Anführer des Tren de Aragua, der im Juni bei einem US-Militärangriff getötet wurde.
Der Tren de Aragua entstand in Venezuela und ist in Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Menschenhandel verwickelt. Mittlerweile ist die Bande auch in anderen lateinamerikanischen Ländern und den Vereinigten Staaten aktiv.
Die Festnahme passt zum harten Sicherheitskurs, den De la Espriella bereits im Wahlkampf angekündigt hatte. Der rechtskonservative Präsident setzt auf mehr militärischen Druck gegen Guerillas und Drogenbanden, will mehrere Grossgefängnisse bauen und die Friedensgespräche beenden. Erst am Montag kündigte er an, künftig alle bewaffneten Gruppen als Terroristen zu behandeln.










