G7-Staaten beraten in Evian über Handel und Konflikte
Die G7-Staaten treffen sich ab heute im französischen Evian. Im Fokus stehen der Iran-Krieg, Handelskonflikte und China.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten kommen von heute Montag bis am Mittwoch im französischen Evian-les-Bains zu einem Gipfel zusammen. Das Treffen ist von mehreren internationalen Krisen und wirtschaftlichen Spannungen geprägt. Auch Bundespräsident Guy Parmelin ist geladen.
Der Gipfel der sieben grossen Wirtschaftsmächte findet in einem schwierigen internationalen Umfeld statt. So belasten neue Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Gespräche. Zudem beeinträchtigt die monatelange Blockade der Strasse von Hormus die Energiepreise und die globale Ernährungssicherheit.
Globale Ungleichgewichte im Handel als Thema
Ein zentrales Thema der dreitägigen Gespräche sind die globalen Ungleichgewichte im Handel. Der französische Präsident und Gastgeber Emmanuel Macron will insbesondere den unlauteren Wettbewerb durch China ansprechen. Die G7-Staaten werfen China vor, seinen Binnenmarkt abzuschotten.
Auch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle stehen auf der Traktandenliste. Ein Schlusscommuniqué zu den Verhandlungen wird am Mittwoch erwartet. Weiter befassen sich die Teilnehmenden mit der Regulierung digitaler Technologien. Dazu hat Macron Führungskräfte aus der Tech-Branche eingeladen, darunter den Chef von Open AI.
An dem Treffen nehmen die Staatsoberhäupter und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Grossbritannien und den USA teil. Russland war nach der Invasion auf der Krim aus dem damaligen G8-Format ausgeschlossen worden.
Selenskyj wird am Dienstag erwartet
Zusätzlich sind Vertreter aus Brasilien, Indien, Kenia, Südkorea, Katar, Saudi-Arabien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu bestimmten Teilen des Gipfels eingeladen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Dienstag erwartet.
Die Schweiz ist nicht formell zum Gipfel eingeladen. Bundespräsident Guy Parmelin wird jedoch heute am Genfer Flughafen die anreisenden Staats- und Regierungschefs empfangen. Zudem ist seine Teilnahme am Gala-Dinner am Dienstagabend vorgesehen. Es besteht die Möglichkeit, dass er auch an weiteren Teilen des Gipfels teilnehmen kann.
Für die Sicherheit während des Gipfels sorgt ein Grossaufgebot. Mehr als 13'000 Polizisten und Gendarmen sichern die Region Evian. Es werden mehrere Sicherheitszonen eingerichtet, die den Zugang für Teilnehmende und Anwohnende beschränken. Auch die Schweizer Armee sowie die Westschweizer Polizeicorps sind mit einem grossen Aufgebot involviert.









