Die Aussenminister der G7-Staaten haben die Rolle der belarussischen Regierung in der Migrationskrise an den Grenzen des Landes scharf kritisiert. Minsk werde aufgerufen, «seine aggressive, das Leid der Menschen ausnutzende Kampagne unverzüglich einzustellen, um weiteres Leid und weitere Todesopfer zu verhindern», hiess es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amts im Namen der Aussenministerinnen und Aussenminister Deutschlands, Grossbritanniens, Frankreichs, der USA, Japans, Italiens und Kanadas am Donnerstag.
Alexander Lukaschenko
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko. Foto: Nikolay Petrov/BelTA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ihre Solidarität gelte Polen, Litauen und Lettland, die «Ziel dieses provozierenden Vorgehens» seien, so die Chefdiplomaten weiter.

Sie forderten zudem sofortigen Zugang zu den auf belarussischem Gebiet versammelten Menschen, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

An der belarussisch-polnischen Grenze sind seit Tagen Tausende Menschen gestrandet. Die EU beschuldigt Lukaschenko, den sie nicht mehr als Präsidenten anerkennt, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen, um Druck zu machen. Auch die G7-Aussenminister beschrieben die Lage als «gezielte Orchestrierung irregulärer Migration durch das belarussische Regime».

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