Anschlag

    Fraktionen in Hessen planen Einsetzung von U-Ausschuss zu Anschlag von Hanau

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    16 Monate nach dem rassistischen Anschlag von Hanau rückt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im hessischen Landtag näher.

    Gedenkstätte in Hanau kurz nach dem Anschlag
    Gedenkstätte in Hanau kurz nach dem Anschlag - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schwarz-grüne Koalition sowie SPD und Linke befürworten parlamentarische Aufklärung.

    Nach der SPD sprachen sich am Mittwoch auch die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen sowie die Linksfraktion für eine parlamentarische Aufklärung der Ereignisse aus.

    Am Dienstag hatte die SPD-Fraktion in einer Sitzung nach Angaben eines Sprechers dafür gestimmt, einen Untersuchungsausschuss zu beantragen. Einem solchen Antrag muss mindestens ein Fünftel der Abgeordneten zustimmen. Die Anzahl der SPD-Abgeordneten reicht dafür bereits aus. Nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten soll der Landtag Anfang Juli die Einsetzung beschliessen.

    Am Mittwoch zogen weitere Fraktionen nach. Die Linke hält einen Ausschuss für «dringend erforderlich». Es gebe «immer mehr Ungereimtheiten zu den Abläufen am 19. Februar 2020», erklärte die migrationspolitische Sprecherin Saadet Sönmez. Die Mängel in der Hanauer Notruforganisation seien offenbar seit Jahren bekannt. «Es muss geklärt werden, wer hierfür die Verantwortung trägt.» Zudem müsse ermittelt werden, ob sich die 13 am Tatabend eingesetzten Beamten des Spezialeinsatzkommandos, die an rechtsextremen Chats beteiligt gewesen sein sollen, korrekt verhalten haben.

    Die schwarz-grüne Koalition forderte ein gemeinsames Vorgehen der Fraktionen. Der Landtag solle ein gemeinsames Zeichen setzen und parteipolitischen Streit vermeiden, teilten die Fraktionen mit. «Uns ist dieses gemeinsame Vorgehen des Landtags in dieser Frage besonders wichtig», erklärten die Fraktionsvorsitzenden Ines Claus (CDU) und Mathias Wagner (Grüne).

    Diese Vorgehensweise habe sich bereits bei der Einsetzung des Lübcke-Untersuchungsausschusses bewährt. Die beiden Fraktionen luden nach eigenen Angaben die SPD-Fraktion zu einem Gespräch ein. «Wir sind uns fraktionsübergreifend einig, dass die Fragen der Opferfamilien beantwortet und die weitere Aufarbeitung vorangetrieben werden muss», erklärten Claus und Wagner.

    Am 19. Februar 2020 hatte ein 43 Jahre alter Deutscher in Hanau gezielt neun Menschen aus rassistischen Motiven getötet. Anschliessend tötete er seine Mutter und sich selbst. Die Bundesanwaltschaft attestierte dem Täter eine zutiefst rassistische Gesinnung.

    Kommentare

    Weiterlesen

    ikea
    118 Interaktionen
    Preis aber höher!
    zff
    25 Interaktionen
    Luxus-Outfits

    MEHR ANSCHLAG

    Neonazi
    3 Interaktionen
    Polen
    Strez
    80 Interaktionen
    Abfallproblem
    Islamabad

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Maison Tabou
    Dating-Show
    Florian Schroeder
    2 Interaktionen
    Mainz
    VW
    8 Interaktionen
    Lenkungsausfall droht