Nach dem Rücktritt der Linken-Ko-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow gibt es Forderungen nach einer Urwahl der künftigen Parteispitze.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Rücktritt Hennig-Wellsows berät Vorstand am Wochenende .

Die Linke befinde sich in einer «existenziell schwierigen Situation», sagte der sächsische Landesvorsitzende Stefan Hartmann dem Hamburger Nachrichtenmagazin «Spiegel». Die Urwahl sei «eine gute Möglichkeit, die Partei zusammenzuführen». Ausserdem könne es dabei vielleicht auch «positive Überraschungen» in Personalfragen geben .

Ähnlich äusserte sich der sachsen-anhaltische Landtagsvizepräsident Wulf Gallert, der Mitglied im Parteivorstand der Linken ist. Zwar stehe «die Klärung unserer inhaltlichen Ausrichtung» im Vordergrund, sagte er dem «Spiegel». Aber für eine solche inhaltliche Klärung könne eine Urwahl durchaus hilfreich sein.

Hennig-Wellsow war am Mittwoch überraschend zurückgetreten. Als Gründe nannte sie die bislang gescheiterte Erneuerung der Partei, private Angelegenheiten, aber auch die Berichte über sexuelle Übergriffe bei der hessischen Linken. Der verbliebenen Ko-Bundesvorsitzenden Janine Wissler wird vorgeworfen, nicht rechtzeitig auf die Vorwürfe reagiert zu haben, von denen auch ihr früherer Lebensgefährte betroffen ist.

Es gibt inzwischen Überlegungen, beim nächsten Bundesparteitag Ende Juni oder auf einem späteren Sonderparteitag den Parteivorstand vorzeitig neu zu wählen. Eine Entscheidung könnte der Vorstand am Wochenende fällen.

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