«Bastarde»: Trump droht Iran erneut wegen Strasse von Hormus
Der Krieg zwischen dem Iran und den USA, Israel sowie den Golfstaaten dauert an. Wie und wann Donald Trump den Krieg zu beenden gedenkt, ist unklar.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran an.
- Teheran hält derweil die Strasse von Hormus geschlossen, die Ölpreise steigen.
- Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.
Auch nach bald fünf Wochen greifen die USA und Israel Ziele im Iran an.
Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf die Golfstaaten und der Sperrung der Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen und grossen Unsicherheiten geführt.
Am Freitag stürzten zwei US-Kampfflugzeuge ab. Ein Jet vom Typ A-10 wurde laut dem Iran in der Nähe der Strasse von Hormus abgeschossen. Wie US-Medien berichten, konnte der Pilot gerettet werden.
Der Iran sagt auch, dass er einen Kampfjet des Typs F-15 abgeschossen hat, die USA machen keine Angaben zur Absturzursache.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung im Nahen Osten:
Iran greift Israel erneut mit Raketen an
15.27: Der Iran hat Südisrael erneut mit Raketen beschossen. In der Negev-Wüste kam es am frühen Nachmittag zu Einschlägen, Polizei und Armee standen im Einsatz. Laut israelischen Medien wurden nur geringe Schäden durch Splitter und die Druckwelle gemeldet. Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte dem Iran danach mit harten Konsequenzen.
Trump droht Iran erneut
14.42: Auf Truth Social hat Donald Trump einmal mehr Drohungen gegen das Mullah-Regime ausgesprochen.
«Öffnet die verdammte Strasse von Hormus, ihr verrückten Bastarde», schrieb er an den Iran gerichtet. Zudem drohte er im Falle einer Weiterführung der Blockade, der Iran werde «in der Hölle» leben.

Konkret werde die USA am Dienstag damit beginnen, Brücken und Kraftwerke ins Visier zu nehmen, so Trump.
Iran und Oman suchen neue Regelung für Strasse von Hormus
14.22: Der Iran und der Oman bemühen sich um eine Regelung für die Schifffahrt in der für den globalen Energiehandel zentralen Strasse von Hormus.
Nach Angaben der omanischen Nachrichtenagentur erörtern Vertreter der Aussenministerien beider Länder sowie Fachleute Optionen, «wie unter den derzeitigen Umständen in der Region ein reibungsloser Durchgang durch die Strasse von Hormus gewährleistet werden kann».

Der Zeitpunkt der Gespräche fällt mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zusammen.
Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, sollte die Führung in Teheran die Meerenge nicht bis Ostermontag (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April MESZ) vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen.
Über die Strasse von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar liegt der Seeverkehr praktisch still.
Weitere gegenseitige Angriffe der Hisbollah und Israel
13.31: Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an.
Augenzeugen meldeten fünf heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts.

Die erste Angriffswelle begann demnach kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Rauchwolken seien wiederholt in dem Gebiet aufgestiegen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Die Gegend gilt als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen.
Papst ruft zum Frieden auf
13.26: Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. erstmals an Ostern den Segen Urbi et Orbi gespendet.
Angesichts der Kriege im Nahen Osten, der Ukraine und anderen Regionen mahnte das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken zum weltweiten Frieden.

In einer kurzen Ansprache von der zentralen Loggia des Petersdoms noch vor dem Segen sagte Leo: «Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!»
Gesperrte Strasse von Hormus: Europa droht bald der Öl-Engpass
10.42: Noch immer ist die Strasse von Hormus de facto gesperrt.
Das könnte schon bald ernste Auswirkungen auf Europa haben. Das geht aus einer neuen Studie der US-Grossbank JP Morgan hervor.

Denn:Bereits am 10. April könnte es hierzulande zu einem kritischen Öl-Engpass kommen. Dann werden die letzten vor dem Krieg versandten Rohöllieferungen in Europa eintreffen. Anschliessend droht ein Import-Stillstand.
Nach Angriff: Petrochemische Fabrik in Emiraten in Brand
10.33: In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) brennt nach einem iranischen Angriff eine Fabrik.
Die Behörden seien mit mehreren Bränden in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge beschäftigt, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi am Morgen auf der Plattform X mit. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hiess es weiter.

Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden, der Schaden werde begutachtet. Verletzte seien keine gemeldet worden, hiess es.
Davor hatte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate gemeldet, iranische Raketen und Drohnen abzufangen. Die VAE sind von den Golfstaaten, in denen US-Truppen stationiert sind, am stärksten von Angriffen betroffen, mit denen der Iran auf Angriffe der USA und Israel reagiert.
Bericht über Tote nach israelischen Angriffen im Südlibanon
10.03: Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Südlibanon gegeben.
Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben.

Bei einem weiteren Luftangriff – ebenfalls im Südlibanon – seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur in einer weiteren Meldung. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
Iran vollstreckt zwei weitere Todesurteile
09.28: Im Iran sind zwei weitere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars handelt es sich dabei um Schahin Vahedparast Kaloor (30) und Mohammedamin Biglari (19).
Die Justiz wirft ihnen vor, gemeinsam mit anderen in einen «militärisch klassifizierten Standort» der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert sein.
Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft. Unterstützer schreiben dagegen auf X, es sei ein überstürztes Verfahren mit erzwungenen Geständnissen und fehlenden Beweisen gewesen.
Der Zugang zu unabhängigen Anwälten sei verwehrt worden. Ein Recht auf Berufung habe es ebenfalls nicht gegeben. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Trump: Geretteter Soldat ist verletzt
07.25: Nachdem Trump vermeldet hat, dass das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets gerettet wurde, werden weitere Informationen zu der Rettungsaktion bekannt.
Wie der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social schreibt, seien dutzende Kampfflugzeuge im Einsatz gewesen. Ausserdem ist zu erfahren, dass der Soldat verletzt worden sei. «Aber es wird ihm gut gehen», so Trump.

Trump beschrieb den Einsatz mit dramatischen Worten: Der US-Soldat sei von «unseren Feinden gejagt worden», sie seien ihm stündlich näher gekommen.
«Doch er war nie wirklich allein», schrieb Trump weiter. Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen «rund um die Uhr» überwacht und seine Rettung akribisch geplant.
Trump: Im Iran vermisster US-Soldat gerettet
06.23: Das im Iran vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets ist laut Donald Trump von US-Suchtrupps gefunden worden. Das teilte der US-Präsident über Truth Social mit. Zuvor meldete das Nachrichtenportal «Axios», dass der Waffenoffizier von US-Spezialkräfte gerettet worden sei.
Der arabische Sender «Al Jazeera» meldete hingegen, der Vermisste sei geborgen worden, aber aufgrund andauernder Kämpfe noch nicht in Sicherheit und ausser Landes. Der arabische Sender zitierte einen namentlich nicht genannten US-Regierungsbeamten, wonach der vermisste Waffenoffizier nach einem «heftigen Feuergefecht» geborgen worden sei.
Bericht: USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an
05.00: Im Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien.
Die «New York Times» zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt.
Suche läuft auf Hochtouren
Keine der Angaben liess sich zunächst unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden des Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch den Iran zu verhindern.

Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim.
Kuwait meldet starke Schäden durch iranischen Drohnenangriff
04.30: Kuwait meldet nach Beschuss aus dem Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausfallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hiess es.
Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium.

Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hiess es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben. Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz.
Israels Armee: Chemiewerk für Raketenbau im Iran attackiert
01.44: Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert. Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die Armee mit.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, hiess es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak.
Rakete schlägt in Südisrael ein
Unterdessen kam Israel in der Nacht erneut unter Beschuss aus dem Iran. Eine Rakete sei in Südisrael in ein unbewohntes Gebiet eingeschlagen, zitierte die «Times of Israel» das Militär. Niemand sei verletzt worden.

Während des Tages waren in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser Medienberichten zufolge bei Raketenbeschuss stark beschädigt worden. Vier Menschen wurden verletzt. Zugleich sei eine Drohne der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen abgefangen worden.












