EWR

    EWR-Staaten geraten bei Übernahme von EU-Recht ins Hintertreffen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Die EWR-Staaten sind bei der Übernahme von EU-Rechtsentwicklungen in Rückstand geraten. Die Europäische Kommission fordert Norwegen, Island und Liechtenstein «dringend» auf, den Rückstand zu beseitigen.

    EU-Flagge
    Eine EU-Falgge. - keystone

    Der Rückstand an EU-Rechtsakten, die noch in das EWR-Abkommen übernommen werden müssten, belaufe sich derzeit auf etwa 550 bis 650 Rechtsakte, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht des Onlinemediums euractiv.com.

    Das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ermöglicht Norwegen, Island und Liechtenstein eine Teilnahme am Binnenmarkt der Europäischen Union (EU). Die drei Staaten sind jedoch verpflichtet, alle relevanten Binnenmarktvorschriften anzuwenden, wie der Sprecher weiter sagte.

    Die Rechtsübernahme sei nötig, damit die Wettbewerbsbedingungen innerhalb des Binnenmarkts für alle Staaten gleich gälten. Die Europäische Kommission fordert laut dem Sprecher unter anderem strukturelle Massnahmen, damit der Rückstand beseitigt werden kann.

    Die Regierung in Oslo anerkennt die Verzögerung und beschloss vergangenen Freitag entsprechende Massnahmen, wie einer gemeinsamen Mitteilung des Aussenministeriums und des Handels- und Fischereiministeriums zu entnehmen war. Der bestehende Rückstau solle systematisch abgebaut werden. Dafür sollen etwa interne Abläufe beschleunigt sowie künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

    Zudem möchte Norwegen gemäss Communiqué künftig die Arbeiten zur Übernahme von EU-Recht früher aufnehmen, sprich wenn die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag vorschlägt und nicht erst nach dessen Verabschiedung durch die Gesetzgeber der EU.

    Die EWR-Staaten übernehmen jährlich etwa 500 bis 600 EU-Rechtsakte, wie der Webseite der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), der Norwegen, Island und Liechtenstein angehören, zu entnehmen war.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2602 (nicht angemeldet)

    Willkommen in der Realität liebe Schweizer...

    Weiterlesen

    herisa
    177 Interaktionen
    Gefahr
    Granit Xhaka
    84 Interaktionen
    Wende

    MEHR IN POLITIK

    Wladimir Putin
    Brüssel
    Donald Trump
    1 Interaktionen
    New York
    Recep Tayyip Erdogan
    7 Interaktionen
    New York
    König Abdullah jordanien
    5 Interaktionen
    New York

    MEHR EWR

    Thomas Matter.
    57 Interaktionen
    Kolumne
    Karin Keller-Sutter
    71 Interaktionen
    EWR und Co.
    8 Interaktionen
    Mit 84

    MEHR AUS BELGIEN

    russland ukraine
    9 Interaktionen
    Wegen Oligarchen
    Ursula von der Leyen
    8 Interaktionen
    Deal
    Wladimir Putin
    15 Interaktionen
    Oligarchen
    17 Interaktionen
    Brüssel