E-Bike

    «So bleibe ich mobil»: Georges (91) fährt E-Bike

    Fabienne Endras
    Fabienne Endras

    Rapperswil-Jona,

    E-Bike fahren bedeutet Freiheit – Unfälle sind bei Ü50ern aber häufig besonders schwer. Darum gibt es jetzt gezielte Kurse für Ältere.

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    Das Durchschnittsalter der E-Bike-Kurs-Teilnehmer ist 70 Jahre. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ältere Menschen haben bei E-Bike-Unfällen besonders häufig schwere Folgen, darum werden jetzt Kurse angeboten.
    • Hier lernt man sicheres Fahren und Gefahren auf der Strasse kennen.
    • Einer davon ist der 91-jährige Georges Denier aus Rapperswil-Jona SG.

    Immer mehr ältere Menschen steigen auf das E-Bike um. Das birgt Risiken, denn es ist genau die Personengruppe, die bei E-Bike-Unfällen besonders häufig von schweren Folgen betroffen ist.

    Das Problem wurde erkannt – darum gibt es inzwischen verschiedene Organisationen, die E-Bike-Kurse anbieten.

    Mit dem Projekt «amusebike» bietet ein Thuner Unternehmen kostenlose E-Bike-Kurse an, die sich gezielt an ältere Fahrende richten. «Ältere Menschen sollen möglichst lange sicher und selbstständig mobil bleiben», erklärt Programmleiter Roman Bloch von «rundum mobil» das Ziel bei Nau.ch.

    «Das Durchschnittsalter liegt bei rund 70 Jahren. Etwa zwei Drittel sind Frauen», berichtet er. Die Teilnehmenden melden sich an, weil sie neu mit dem E-Bike unterwegs seien, oder um die Fahrtechnik zu verbessern.

    Sogar 91-Jähriger konnte noch etwas dazulernen

    Einen solchen Kurs besucht hat Georges Denier aus Rapperswil-Jona SG. Er ist 91 Jahre alt und hat sich im hohen Alter noch entschieden, ein E-Bike zu kaufen.

    Sein Fazit nach dem Kurs: «Vieles war für mich neu, obwohl ich schon seit 72 Jahren Erfahrung im Strassenverkehr habe.»

    Für Georges bedeutet das E-Bike Freiheit. «So bleibe ich mobil», sagt er. Er braucht das Zweirad zum Einkaufen und um sich in der Stadt fortzubewegen.

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    Georges Denier hat sich im Alter von 91 Jahren noch ein E-Bike geholt. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Der Rapperswiler zeigt bei Nau.ch vor der Kamera, was er gelernt hat.

    Er berichtet dabei: «Im Kurs habe ich erfahren, wie ich mich im Stadtverkehr verhalten muss.» Ausserdem sei er auf Unfallgefahren und schwierige Situationen im stehenden und im flüssigen Verkehr aufmerksam gemacht worden.

    Hast du mit dem E-Bike schon einmal eine Vollbremsung gemacht?

    Programmleiter Bloch erzählt, dass die Teilnehmenden in den Kursen gelegentlich Wissenslücken bei den Verkehrsregeln hätten: beispielsweise beim Linksabbiegen oder Kreiselfahren.

    Diese werden mit praktischen Fahrübungen auf einem geschützten Übungsplatz und anschliessenden Ausfahrten im realen Strassenverkehr geschlossen.

    Gleichgewicht halten ist schwer

    Laut Bloch beobachten die Kursleitenden häufig Unsicherheiten beim Gleichgewicht. Darum werde genau das auf dem Übungsplatz trainiert.

    Auf dem Kursprogramm stehen: langsames Fahren, Slalom, enge Kurven, Anfahren und Absteigen sowie Vollbremsung. «Gerade eine Vollbremsung haben viele Teilnehmende zuvor noch nie bewusst geübt», sagt Bloch.

    Kurz: Ausgelernt ist nie – auch im stolzen Alter von 91 Jahren!

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    Kommentare

    User #4291 (nicht angemeldet)

    Würde ihm empfehlen zu betreutem Wohnen!

    User #3077 (nicht angemeldet)

    Roman Bloch 🤭

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