Erneut Drohnenangriff in der Nähe von Polens Grenze
In der ukrainischen Grenzregion zu Polen hat es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut einen Drohnenangriff unweit von einem Grenzübergang gegeben.

«Sehr nahe an der polnischen Grenze, unweit von Dorohusk, ist höchstwahrscheinlich wieder eine Tankstelle angegriffen worden», sagte Polens Regierungschef Donald Tusk in Warschau nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker. Tusk sprach von einer massiven Explosion. Der polnische Grenzschutz teilte mit, es habe keine Treffer bei dem Übergang gegeben.
Bereits am Sonntag war es in der Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn zu mehreren russischen Drohnenangriffen auf dem Gebiet der Ukraine gekommen. Ausserdem wurde dort ein Passagierzug von Kiew nach Warschau angegriffen. Polens Regierung warf Russland eine Verschärfung des Ukraine-Kriegs vor.
«Russland hört nicht auf mit seinen aggressiven Handlungen» schrieb nun Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X. Am Vormittag heulten in den Städten Rzeszow und Lublin im Südosten Polens die Sirenen. Das nationale Sicherheitszentrum gab Luftalarm in der Region und forderte die Menschen per SMS auf, sichere Räume aufzusuchen. Die polnische Luftwaffe liess Kampfjets vom Typ F-16 aufsteigen. Nach etwa einer Stunde kam die Entwarnung.
Ein Sprecher des Oberkommandos der polnischen Streitkräfte sagte dem Sender TVN24, die Systeme hätten ein unbemanntes Flugobjekt gemeldet, dass sich aus Richtung Ukraine der polnischen Grenze genähert habe. Höchstwahrscheinlich habe es sich dabei um eine düsengetriebene Kampfdrohne gehandelt. Diese sei dann über ukrainischem Gebiet entweder abgeschossen worden oder habe ihr Ziel getroffen.










