Epstein-Akten: BSW für Untersuchung des Europaparlaments
Zur Aufklärung möglicher Einflüsse des gestorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auf Politiker in der Europäischen Union fordert das Bündnis Sahra Wagenknecht eine Untersuchung durch das Europaparlament. «Es gilt zu klären, ob die europäischen Kontakte von Epstein um dessen Menschenhandel und Missbrauch wussten», sagte der BSW-Europaabgeordnete und Parteivorsitzende Fabio De Masi. Das Parlament solle möglichst einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Er forderte die grösseren Fraktionen auf, dies zu unterstützen.

Nach der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten zum Fall Epstein sind ehemalige europäische Regierungsvertreter wegen finanzieller Verflechtungen mit dem Sexualstraftäter ins Visier der Behörden geraten. Gegen den früheren britischen Wirtschaftsminister Peter Mandelson laufen Ermittlungen, weil er während der Finanzkrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben soll. In Frankreich prüfen die Behörden Vorwürfe wegen möglichen Steuerbetrugs gegen den früheren Kulturminister Jack Lang.
De Masi warnte, es könnten sich nachrichtendienstliche Verbindungen oder Risiken daraus ergeben, wenn politische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger belastet wären. «Das Europäische Parlament sollte sich daher selbst aktiv um eine eigene Untersuchung der europäischen Netzwerke in den Epstein-Files bemühen», meinte der BSW-Politiker.










