Elf Jahre Haft für israelischen Ex-Minister wegen Spionage für den Iran

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    Wegen Spionage für Israels Erzfeind Iran ist der frühere israelische Energieminister Gonen Segev zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

    Segev (Mitte) beim Prozessauftakt im vergangenen Juli
    Segev (Mitte) beim Prozessauftakt im vergangenen Juli - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Geständiger Angeklagter einigt sich mit Staatsanwaltschaft.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stimmte ein Gericht in Jerusalem am Dienstag einer entsprechenden Vereinbarung zwischen beiden Prozessparteien zu. Der Ex-Minister war in dem Verfahren geständig und äusserte Bedauern für seine Taten. Er sass bereits wegen anderer Vergehen im Gefängnis.

    Segev war unter den damaligen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin und Schimon Peres zwischen 1995 und 1996 Energie- und Infrastrukturminister. Nach Angaben von Staatsanwältin Geula Cohen räumte er in der Verhandlung ein, fünf Jahre lang Informationen an Iraner weitergegeben zu haben. Es sei ein «bedeutender Sieg» der Justiz, dass ein iranischer Spion nun in Haft komme, sagte Cohen.

    Segevs Verteidiger Mosche Masor sagte, sein Mandant habe vor Gericht Bedauern über seine Taten geäussert. Der Prozess gegen Segev lief wegen der Natur der ihm gemachten Vorwürfe unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Seine Motive sind nicht bekannt.

    Israels Geheimdienst Schin Beth hatte dem Ex-Minister vorgeworfen, Informationen über den israelischen Energiemarkt, sicherheitsrelevante Gelände und Amtsträger in Politik und Sicherheitsbehörden an den Iran weitergereicht zu haben. Segev habe damals in Nigeria gelebt und dort Kontakt mit iranischen Botschaftsangehörigen gepflegt. Er war 2018 bei der Einreise am Flughafen von Tel Aviv festgenommen worden.

    Segev kam bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. 2003 wurde er wegen versuchten Kreditkartenbetrugs zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Ein Jahr später wurde er angeklagt, weil er mit Hilfe eines Diplomatenpasses mit gefälschtem Ablaufdatum 30.000 Ecstasy-Pillen aus den Niederlanden nach Israel schmuggeln wollte. In einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft räumte er die Vorwürfe damals ein. Auch wegen versuchten Kreditkartenbetrugs wurde er schuldig gesprochen.

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