Erstmals seit rund 100 Jahren gibt es in Deutschland künftig wieder eine jüdische Militärseelsorge. Am Montag wird der Rabbiner eingeführt.
Soldaten der Bundeswehr
Soldaten der Bundeswehr - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals seit über 100 Jahren wird Deutschland einen Militärrabbiner haben.
  • Er wird seelsorgerische Tätigkeiten übernehmen.

Erstmals seit rund 100 Jahren gibt es in Deutschland künftig wieder eine jüdische Militärseelsorge: In Leipzig wird am Montag der neue Militärbundesrabbiner Zsolt Balla in sein Amt eingeführt. Bei der Feierstunde werden auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erwartet.

Nach der Unterzeichnung eines Militärseelsorgestaatsvertrags im Dezember 2019 hatte der Bundestag im Mai 2020 der Berufung von Militärrabbinern zugestimmt. Zentralratspräsident Schuster bezeichnete die Einführung des ersten Rabbiners im Vorfeld der Feierstunde am Montag als einen «historischen Tag für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland». Die Wehrbeauftragte Eva Högl sprach von einem «grossartigen Zeichen».

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