Darmkrebs-Screening bleibt als Krankenkassenleistung unverändert

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Bern,

Das Darmkrebs-Screening bleibt als Krankenkassenleistung auch mit der Einführung der neuen ambulanten Tarifstruktur unverändert. Darauf haben sich die Beteiligten geeinigt. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass neben dem Brustkrebs-Risiko auch jenes von Darmkrebs bei immer Jüngeren gewachsen ist.

Darmkrebs
Das Darmkrebs-Screening bleibt als Krankenkassenleistung unverändert. - keystone

Bereits im November 2025 hätten sich Swiss Cancer Screening, ärztliche Fachgesellschaften, die Einkaufsgemeinschaften der Krankenversicherer sowie der Krankenversichererverband prio.swiss auf einen neuen Vertrag zur Abgeltung von Leistungen im Bereich Brustkrebs-Screening einigen können, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Nun seien auch für das Darmkrebs-Screening entsprechende Lösungen gefunden worden.

Die Fortführung sämtlicher organisierter und qualitätskontrollierter Vorsorge- und Früherkennungsprogramme in der Schweiz sei somit gewährleistet.

Die Krebsliga Schweiz begrüsste die Einigung in einer Reaktion. Sie weist darauf hin, dass in der Schweiz jedes Jahr 4600 Menschen an Dickdarmkrebs erkranken und 1600 an den Folgen sterben. Mit den heutigen Methoden könnten Darmkrebs und Vorstufen schon vor dem Auftreten von Symptomen in einem frühen Stadium entdeckt werden.

Hintergrund der Vertragsverhandlungen ist die Einführung der neuen ambulanten Arzttarifstruktur per 1. Januar dieses Jahres. Diese setzt sich aus dem Einzelleistungstarif Tardoc und den ambulanten Pauschalen zusammen.

Die neue Vereinbarung sieht vor, Leistungen in den Bereichen Hausarztmedizin, Gastroenterologie und Pathologie künftig über den Einzelleistungstarif Tardoc abzurechnen. Für Leistungen im Zusammenhang mit dem Blut-im-Stuhl-Test wurde wie bisher eine Pauschale festgelegt.

Für die Bevölkerung ändert sich an der Systematik nichts, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Angebote im Bereich Darmkrebs-Screening bleiben unverändert bestehen und sind für die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler wie bisher zugänglich. Die dazugehörenden Behandlungsleistungen können im Rahmen der Screening-Programme weiterhin franchisebefreit in Anspruch genommen werden.

Erst im April war die Universität Genf in einer Studie zum Ergebnis gekommen, dass immer mehr junge Schweizerinnen und Schweizer Darmkrebs haben.

Die Zunahme bei den Jüngeren stehe im Gegensatz zur Entwicklung bei den über 50-Jährigen, bei denen das Risiko einer Erkrankung an Darmkrebs dank Früherkennungsprogrammen zurückgegangen sei. Mögliche Gründe für die Zunahme seien Änderungen in Ernährung und Bewegung.

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