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    CIA-Chef in Moskau: Kreml spricht von «Schauergeschichten»

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Nach einem unangekündigten Trip von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau haben Medien weltweit über den Zweck der Reise und mögliche Gesprächsinhalte spekuliert.

    CIA Chef moskau Ratcliffe
    Was besprach CIA-Chef Ratcliffe wirklich in Moskau? - keystone

    In US-Medien hiess es, dass Ratcliffe Russland vor einer Attacke auf einen der Nato-Staaten gewarnt haben soll. Angesprochen auf die Berichte, dementierte der Kreml und wies mit dem Finger auf den Westen. Derweil sehen die an Russland grenzenden baltischen Staaten kaum Risiken für einen solchen Angriff.

    Berichte über mögliche russische Vorbereitungen für einen Angriff auf Nato-Verbündete sind im Kreml als «Schauergeschichten» zurückgewiesen worden. «Es versteht sich, dass diese nichts mit der Realität gemein haben», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow Journalisten. Zwar würde Moskau es vorziehen, seine Ziele mit friedlichen Mitteln zu erreichen. Doch werde die «Spezialoperation» – wie der Krieg gegen die Ukraine vom Kreml offiziell bezeichnet wird – fortgesetzt, um Russlands Interessen durchzusetzen und Sicherheit zu erreichen.

    Der Kremlsprecher warf zugleich dem Westen ein aggressives Verhalten vor. «Diese Aggression geht eben von den europäischen Staaten aus», hob Peskow hervor. Gegenteilige Behauptungen seien nichts anderes als «gewöhnliche Zeitungsenten».

    Vor dem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine hatten Moskauer Vertreter ebenfalls westliche Medienberichte über die Kriegsvorbereitungen als «Schauermärchen» abgetan. In seinem Abwehrkampf wird das angegriffene Land dabei massiv von westlichen Staaten unterstützt.

    Medienberichten zufolge hatte CIA-Direktor John Ratcliffe zuvor Russland bei seinem Besuch in Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Das berichteten das «Wall Street Journal» und das Magazin «Politico» unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.

    Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete «Politico». Zudem habe er den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren.

    Ratcliffes Besuch fand auch in den baltischen Staaten grössere Beachtung – nicht nur, weil der CIA-Chef mutmasslich über die lettische Hauptstadt Riga nach Moskau geflogen war. In Riga wollte jedoch niemand den Flug einer US-amerikanischen Militärtransportmaschine kommentieren. Die Route konnte über Flugverfolgungsportale nachvollzogen werden. Mit Blick auf die Medienberichte zu möglichen Gesprächsinhalten betonten Regierungsvertreter in Estland, Lettland und Litauen, dass sich das Niveau und die Einschätzung der militärischen Bedrohung nicht verändert habe. «Das Risiko eines direkten russischen Angriffs ist derzeit gering», schrieb Lettlands Staatspräsident Edgars Rinkevics auf Facebook. «Sabotageakte, Cyberangriffe und hybride Operationen bleiben aber möglich.» Ähnliche Äusserungen waren auch in Estland und Litauen zu vernehmen.

    Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bestätigte sein Treffen mit Ratcliffe, machte aber keine Angaben zum Inhalt. Man habe Fragen erörtert, die in den Kompetenzbereich der Geheimdienste fallen, sagte Naryschkin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Das Treffen sei ein «Arbeitsformat» gewesen und nichts Ungewöhnliches – er führe regelmässig ähnliche Gespräche mit den Geheimdienstchefs anderer Länder, entweder persönlich oder online.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch Ratcliffes Aufenthalt in Russland in der US-Radiosendung des rechtspopulistischen Moderators Glenn Beck bestätigt. Er verneinte allerdings, dass die Reise im Kontext eines möglichen Vorgehens von Präsident Wladimir Putin gegen die Nato oder des Iran-Konflikts gestanden habe. Laut Trump sei Ratcliffes Besuch «eine Art Semi-Routine» gewesen. «Wir würden gern sehen, dass der Krieg mit der Ukraine endet.»

    Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigt, dass Ratcliffe für Gespräche «zwischen den Geheimdiensten» nach Moskau gekommen war. Der Vertraute von Putin betonte allerdings, dass es kein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gegeben habe.

    Für Ratcliffe dürfte es der erste Besuch als CIA-Chef in Moskau gewesen sein. Der letzte bekannte Besuch eines CIA-Chefs in Russland war 2021 die Reise des damaligen Direktors William Burns. Er traf sich auch mit Putin. Burns sollte damals im Auftrag von US-Präsident Joe Biden eine Eskalation im Ukraine-Konflikt verhindern. Allerdings begann Putin dann am 24. Februar 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

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    Kommentare

    User #3892 (nicht angemeldet)

    Wenn für den Kreml die Spezialoperation eine friedliche Mission sein soll dann können wir uns vorstellen was Europa noch erwartet

    User #3892 (nicht angemeldet)

    Putin wird mutmasslich taktische Atomwaffen einsetzen. Was das für Europa heisst kann sich jeder vorstellen

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