CDU

    CDU-Spitzenpolitiker uneins über Umgang mit Parteitag

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Vor der nächsten Sitzung von CDU-Vorstand und -Präsidium am Montag gehen in der Parteispitze die Meinungen zum Umgang mit dem für Anfang Dezember geplanten Parteitag auseinander.

    Röttgen, Merz, Laschet (v.l.)
    Röttgen, Merz, Laschet (v.l.) - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mohring für Verschiebung - Mitgliederbeauftragter Otte dagegen.

    «Wenn es die Lage erfordert, sollten wir uns einordnen und nicht auf satzungsrechtlich unsichere Ausnahmen setzen, sondern den Parteitag verschieben», sagte Präsidiumsmitglied Mike Mohring den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Freitag.

    Mohring verwies auch darauf, dass der Kanzlerkandidat der Union erst im Frühjahr bestimmt werden solle. «Es spricht einiges dafür, den Zeitraum zwischen der Kür des Parteivorsitzenden und des Kanzlerkandidaten möglichst kurz zu halten.»

    Der CDU-Mitgliederbeauftragte Henning Otte hält hingegen wenig von einer Verschiebung der Veranstaltung. «Der Parteitag sollte stattfinden», sagte er den Zeitungen. «Wenn wir die Abstands- und Hygieneregeln einhalten, können wir eine Vorbildfunktion einnehmen und auch Zuversicht und Handlungsfähigkeit vermitteln.»

    Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) sprach sich ebenfalls dafür aus, den Parteitag wie geplant am 4. Dezember abzuhalten und dort den neuen Parteivorsitzenden zu wählen. «Wir brauchen definitiv eine Entscheidung über den Parteivorsitz», sagte er den Zeitungen.

    «Wir haben nun über ein halbes Jahr eine ungeklärte Situation, und diese würde durch eine nochmalige Verschiebung auf bestimmt ein Jahr verlängert», warnte Wadephul. «Das ist mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl nicht machbar.»

    Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte bereits im Februar ihren Rückzug angekündigt. Die Wahl ihres Nachfolgers war eigentlich schon für April geplant. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Termin auf Dezember verschoben. 10001 Delegierte sollen sich dann in Stuttgart versammeln. Die CDU-Spitze will am Montag entscheiden, ob es dabei bleibt. Um den Parteivorsitz bewerben sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der CDU-Aussenpolitiker Norbert Röttgen.

    Laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung vom Freitag werden derzeit verschiedene Szenarien diskutiert. Im Gespräch seien unter anderem eine Verschiebung ins Frühjahr, die Verlegung des Parteitags an einen Ort mit niedrigem Infektionsgeschehen wie beispielsweise Leipzig und ein dezentraler Parteitag an verschiedenen Orten mit Zusammenschaltung per Video.

    Die Pandemie hat bereits die Parteitagspläne mehrerer Parteien durcheinander gebracht. Während die FDP ihr Delegiertentreffen im August in Berlin abhielt, findet der Grünen-Bundesparteitag Ende November digital statt. Die Linke will Ende Oktober in Erfurt tagen, aber nur einen statt drei Tage lang.

    Am Donnerstagabend teilten die Jusos mit, dass ihr Bundeskongress Ende November ebenfalls von drei auf einen Tag verkürzt wird. Er findet demnach auch nur digital statt. Die Wahl der neuen Vorsitzenden erfolgt anschliessend per Briefwahl. Für die Nachfolge von Kevin Kühnert bewirbt sich die nordhrein-westfälische Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    488 Interaktionen
    An Halloween
    Patrick Stewart
    16 Interaktionen
    Bekannt aus Star Trek

    MEHR IN POLITIK

    7 Interaktionen
    Bern
    wolo
    18 Interaktionen
    Kiew
    Flávio Bolsonaro Brasilien Wahl
    7 Interaktionen
    Miami/Brasília

    MEHR CDU

    asf
    6 Interaktionen
    Berlin
    Friedrich Merz
    25 Interaktionen
    Berlin
    CDU Radtke AfD
    23 Interaktionen
    Stimmen-Rätsel
    CDU
    1 Interaktionen
    Besorgnis

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Opfikon
    dasd
    Regensburg
    Bushido
    11 Interaktionen
    Humorvolle Reaktion
    Arbeit
    4 Interaktionen
    Berlin