Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff
Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die grosse Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert.

Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: «Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschliessenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht», teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.
Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrössten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn grössten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erfasste die ukrainische Angriffswelle erneut ganz West- und Zentralrussland. 273 feindliche Drohnen seien abgeschossen worden, hiess es. In St. Petersburg und dem Umland warnte der Zivilschutz die Bürger vor Drohnengefahr, wie Tass meldete. Wegen der Drohnen in der Luft mussten viele russische Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einschränken.










