Spionage für China? Zwei Verdächtige in Deutschland gefasst

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Bern,

Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben in München zwei mutmassliche chinesische Spione festnehmen lassen.

Fahrzeuge kommen am Bundesgerichtshof an. Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der für Russland tätig gewesen sein soll. Foto: Rene Priebe...
Fahrzeuge kommen am Bundesgerichtshof an. Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der für Russland tätig gewesen sein soll. Foto: Rene Priebe... - Keystone/Rene Priebe

Das Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit soll für einen chinesischen Geheimdienst Kontakt zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen aufgenommen haben. Den Angaben zufolge wollten sie so an «wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie» gelangen.

In mehreren Bundesländern fanden Massnahmen statt, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Diese betreffen demnach Personen, die als Zeugen geführt werden. Sie sind nicht tatverdächtig. In München wurden die Wohnräume und Arbeitsplätze der beiden Festgenommen durchsucht.

Zu den Kontakten der mutmasslichen Spione zählten «insbesondere Lehrstuhlinhaber für die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder Künstliche Intelligenz», teilte die Behörde weiter mit. Ihnen gegenüber sollen sich die Beschuldigten mal als Dolmetscher, mal als Mitarbeiter eines Automobilherstellers ausgegeben haben. «Einige Wissenschaftler wurden unter dem Vorwand nach China gelockt, gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. Tatsächlich erfolgten solche Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen.»

Die beiden festgenommenen Eheleute sollen heute dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der ihnen die Haftbefehle eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet. Das Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz – dem deutschen Inlandsgeheimdienst – geführt. Die polizeilichen Ermittlungen liegen beim Bayerischen Landeskriminalamt.

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