Russland heizt nach Einschätzung der USA die Lage in der Ostukraine an, um einen Vorwand für «weitere Aggressionen» gegen das Land zu haben.
Blinken und Baerbock bei Müncher Sicherheitskonferenz
Blinken und Baerbock bei Müncher Sicherheitskonferenz - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Aussenminister wertet Bombardements als Teil der russischen Strategie.

Die jüngsten Bombardements in der Region seien Teil der russischen Strategie, die darauf abziele, «falsche Provokationen zu schaffen, dann auf diese Provokationen zu reagieren und schliesslich eine neue Aggression gegen die Ukraine zu verüben», sagte US-Aussenminister Antony Blinken am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

In der Ostukraine nimmt die Gewalt seit Tagen zu. Wie AFP-Reporter berichteten, dauerten Bombardements in der Nähe des Dorfes Stanyzia-Luhanska auch am Freitag an. Am Donnerstag war ein Kindergarten in dem von der ukrainischen Armee kontrollierten Ort getroffen worden. Die ukrainische Armee und die pro-russischen Separatisten machten sich für den Vorfall gegenseitig verantwortlich.

In der Ostukraine kämpfen seit 2014 pro-russische Rebellen gegen die ukrainische Armee. Nach Ansicht des Westens werden die Separatisten von Moskau unterstützt. Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarschs an der Grenze befürchtet der Westen derzeit einen Angriff Russlands auf die Ukraine.

Blinken hob in München die enge Zusammenarbeit mit der Bundesregierung zur Beilegung der Ukraine-Krise hervor. «Deutschland ist unser Partner erster Wahl bei allem, was wir tun können, um deutlich zu machen, dass es einen diplomatischen Weg gibt», sagte Blinken bei einem gemeinsamen Auftritt mit Bundesaussenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Putin sei «ein wenig überrumpelt von dieser Solidarität», fügte Blinken hinzu.

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