«Biodiversität braucht Taten statt Versprechen»
Quote: Margaret Owuor, Naturschutzökologin und Professorin für integrativen Biodiversitätsschutz an der Wyss Academy for Nature, kommentiert die bevorstehende UNO-Biodiversitätskonferenz COP17 in Armenien: «Seit viel zu langer Zeit sprechen wir davon, den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Bei jeder Weltbiodiversitätskonferenz kommen neue Versprechen hinzu. Die COP17 in Armenien muss der Moment sein, in dem wir erkennen: Es genügt nicht, zu schützen, was noch übrig ist. Wir müssen auch wiederherstellen, was wir verloren haben.»

Owuor sagt weiter: «Die Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal erfordert einen systemischen Wandel und konsequentes Handeln in allen Bereichen: wie wir Landwirtschaft betreiben, bauen, produzieren und konsumieren. Funktionierende Ökosysteme in ihrer Vielfalt versorgen uns mit sauberem Wasser, fruchtbaren Böden und Nahrung. Sie sind die Grundlage für das menschliche Wohlergehen.»
Kontext: Vom 19. bis 30. Oktober 2026 findet in Jerewan, Armenien, die 17. Vertragsstaatenkonferenz des UNO-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP17) statt. Unter dem Motto «Taking Action for Nature» überprüfen die Regierungen erstmals gemeinsam die Fortschritte bei der Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal. Das 2022 verabschiedete Rahmenwerk umfasst vier langfristige Ziele bis 2050 und 23 Handlungsziele bis 2030. Die Konferenz soll klären, wie sich Lücken in der Umsetzung schliessen lassen. Dazu zählt die Frage, wie politische Zusagen in konkrete Massnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur überführt werden.
Kontakt: Kommunikationsstelle, Wyss Academy for Nature, [email protected] – Telefon: +41 31 544 80 00










