Kanton Bern: Lo & Leduc erhalten Musikpreis des Kantons Bern
Die Musikpreise des Kantons Bern gehen an Ludmilla Mercier, Lo & Leduc, Rebecca Solari und Droujelub Yanakiew. Verliehen werden sie am 17. November in Biel BE.

Die Musikpreise des Kantons Bern 2026 gehen an Ludmilla Mercier, das Duo Lo & Leduc, Rebecca Solari und Droujelub Yanakiew. Das Preisgeld beträgt je 15'000 Franken. Der mit 3'000 Franken dotierte Nachwuchsförderpreis «Coup de cœur» geht an das Rap-Kollektiv ETO.
Die vom Kanton Bern ausgezeichneten Kunstschaffenden repräsentieren die grosse und herausragende Vielfalt des Berner Musikschaffens. Juriert und vorgeschlagen werden die Preisträgerinnen und Preisträger von der kantonalen Musikkommission. Die öffentliche Preisverleihung findet am Dienstag, 17. November 2026, um 19 Uhr im Theater Nebia in Biel statt.
Ludmilla Mercier ist Regisseurin, Performerin und Komponistin. Ihre Arbeiten verbinden Musiktheater, Bewegung und visuelle Elemente.
In ihrer kreativen Arbeit setzt sich die Künstlerin mit Phänomenen des Alltags auseinander. Sie verbindet scheinbar Banales mit absurden Elementen und untersucht dabei das Verhältnis zwischen Realität und Wahrnehmung. Als scharfsinnige Beobachterin ihrer Umwelt lädt sie das Publikum in theatralen, musikalisch getragenen Stücken dazu ein, genau hinzusehen.
Die 29-Jährige komponiert, konzipiert, spielt und performt, führt Regie und leistet administrative und dramaturgische Arbeit im Hintergrund.
Der Kanton Bern zeichnet Ludmilla Mercier aus als eine Vertreterin der jungen Generation, die Wegweisendes schafft.
Das Duo Lo & Leduc, bestehend aus Lorenz Häberli und Luc Oggier, prägt die Schweizer Musiklandschaft seit Jahren mit beispielloser Neugier. Ausgehend vom Mundart-Rap brechen die beiden Musiker Genregrenzen auf und verbinden Pop, Chanson und Elektronik mit sprachlicher Brillanz. Neben ihren historischen Charterfolgen wie dem Kult-Hit «079» zeichnet sich das Duo durch eine bemerkenswerte künstlerische und gesellschaftliche Haltung aus.
Lo & Leduc suchen den konstruktiven Dialog auf Augenhöhe und beweisen soziale Verantwortung. Diese Offenheit macht sie zu herausragenden Trägern des Berner Musikpreises.
Die Musikerin und Performancekünstlerin Rebecca Solari lotet in ihren Bühnenauftritten Grenzen aus. Mit der Kunstfigur «Fulmine» erbringt sie durch ihre stimmliche Präsenz Höchstleistungen und löst beim Publikum eine archaische Sogwirkung aus. Sie jongliert virtuos mit Sprache und Dialekten und bringt politische Themen und Gesellschaftskritik undogmatisch auf die Bühne.
Der Kanton Bern zeichnet Rebecca Solari aus für ihre gleichermassen verstörende wie beglückende Verschmelzung von Musik, Performance und zeitgenössischer Kunst.
Der Dirigent und Geiger Droujelub Yanakiew hat sich im In- und Ausland mit seinen innovativen und kreativen Projekten einen Namen gemacht. Er baut Brücken zwischen Stilen, verbindet Generationen und arbeitet ebenso erfolgreich mit Profis wie mit Laien.
Yanakiew vereint klassische Musik mit verschiedensten Kunstsparten und Musikrichtungen: An der Seite von Bonaparte und mit den Kummerbuben wurde er zum kongenialen Rocker; mit Steff la Cheffe, Nemo oder Michael von der Heide charmierte er auf Augenhöhe.
Der Kanton Bern zeichnet Droujelub Yanakiew für sein Wirken in der Berner Musikszene aus, die er mit seiner Fantasie und seinem Engagement erneuert und bereichert.
«Coup de cœur» für ETO
Mit ETO zeichnet der Kanton Bern eine eigenständige und mutige Stimme der Berner Rap-Szene aus. Das Kollektiv verbindet Oldschool-Rap, elektronische Beats und experimentelle Sounds mit gesellschaftlich relevanten Themen und einer konsequent gemeinschaftlichen Arbeitsweise.
Die klare künstlerische Haltung, die Verankerung in Bern und das grosse Entwicklungspotenzial machen ETO zum «Coup de cœur» der Jury.






