Zweieinhalb Wochen vor Start der Präsidentschaftswahl in Frankreich deuten die Umfragen auf ein Duell zwischen Amtsinhaber Emmanuel Macron und der Rechtspolitikerin Marine Le Pen hin. Während Macron mit deutlichem Vorsprung vorne gesehen wird, hat Le Pen ihren Abstand zu den übrigen Bewerberinnen und Bewerbern ausgebaut. Auf Rang drei, aber klar hinter Le Pen aufgerückt ist Linken-Politiker Jean-Luc Mélenchon. Das zeigten am Mittwoch die neuen Umfragen für die Wirtschaftszeitung «Les Echo», für das Blatt «Paris Match» sowie die frischen Daten des Forschungsinstituts Harris Interactive.
Emmanuel Macron
Emmanuel Macron - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Präsident Macron, der sich für eine zweite Amtszeit bewirbt, kommt demnach auf 28 bis 29,5 Prozent, Le Pen auf 19,5 bis 20 Prozent und Mélenchon auf 14 Prozent.

Die Kandidatin der konservativen Républicains, Valérie Pécresse, kann sich mit Werten von 10 bis 11 Prozent bisher nicht zur Herausforderin von Macron aufschwingen. Der extrem rechte Publizist Éric Zemmour verliert zusehend an Rückhalt mit Werten zwischen 9 und 12 Prozent.

Anders als in Deutschland keine grosse Rolle spielen die Grünen, ihr Kandidat Yannick Jadot liegt bei 5 bis 6 Prozent. Für die in Frankreich lange Zeit starken Sozialisten zeichnet sich ein Debakel ab. Ihre Bewerberin, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, liegt nach einem schwachen Start in den Wahlkampf inzwischen nur noch zwischen 2 und 3 Prozent.

Wie Harris Interactive erfragte, hat Macron nach den bisherigen Umfragewerten gute Aussichten auf einen Sieg in der Stichwahl, ganz egal gegen wen er in die Endrunde geht. Wenn er wie bereits 2017 gegen Le Pen antritt, liegt er demnach mit 57 Prozent zu 43 Prozent vorne. Noch deutlicher wäre sein Vorsprung gegenüber den anderen Kandidatinnen und Kandidaten. Der erste Wahlgang ist am 10. April, die Stichwahl dann am 24. April.

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