Baerbock sichert Polen und ganz Osteuropa deutschen Beistand zu

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    Deutschland,

    Aussenministerin Annalena Baerbock hat Polen und ganz Mittel- und Osteuropa angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Beistand zugesichert. «Wir werden für euch da sein, so wie ihr für uns da wart, als wir euch am dringendsten brauchten», sagte die Grünen-Politikerin am Montag bei einer Feier der deutschen Botschaft in der polnischen Hauptstadt Warschau zum Tag der Deutschen Einheit. Die Sicherheit Osteuropas sei Deutschlands Sicherheit. «Darauf können Sie sich verlassen», rief sie den Gästen aus Polen zu.

    Annalena Baerbock, Aussenministerin, spricht bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in der deutschen Botschaft in Warschau. Foto: Christoph Soeder/dpa
    Annalena Baerbock, Aussenministerin, spricht bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in der deutschen Botschaft in Warschau. Foto: Christoph Soeder/dpa - sda - Keystone/dpa/Christoph Soeder

    Der 3. Oktober erinnert an die deutsche Vereinigung 1990, knapp ein Jahr nach der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989. Die Polen hatten in den 80er Jahren mit Protesten das kommunistische Regime überwunden und damit die Wende in Osteuropa eingeleitet.

    «Wir werden in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht nachlassen» - gemeinsam mit den Partnern in EU und Nato, betonte Baerbock. «Denn wir Deutsche werden nie vergessen, dass wir unser Leben in Freiheit, in einem wiedervereinigten Land im Herzen Europas, auch und gerade unseren Verbündeten und Nachbarn zu verdanken haben.»

    Deutschland und Polen seien auf ewig miteinander verbunden, sagte Baerbock. «Was wir haben, ist eine Herzensfreundschaft zwischen Millionen von Menschen, eine Freundschaft und Partnerschaft, die stärker ist als politische Meinungsverschiedenheiten.» An dieser Freundschaft müsse immer wieder neu gearbeitet werden, «so herausfordernd das auch manchmal sein mag», sagte sie vor dem Hintergrund etwa polnischer Reparationsforderungen in Billionenhöhe.

    Seit sieben Monaten erlebe man in Europa «einen Krieg, der mit brutaler Feder ein neues Kapitel unserer Geschichte schreibt», sagte Baerbock. Die Ukrainer kämpften dabei nicht nur um das Überleben ihres Landes, sondern für ein freies Europa. «Gerade jetzt erleben wir, wie eine handlungsfähige Europäische Union eben kein Selbstzweck ist, sondern unsere gemeinsame Lebensversicherung.»

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