Epstein-Vertraute Maxwell will zuerst von Trump begnadigt werden
Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell schwieg heute Montag vor dem Kongress. Aussagen will sie nur, wenn sie von US-Präsident Trump begnadigt wird.

Das Wichtigste in Kürze
- Die langjährige Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell schweigt vorerst.
- Eine Aussage will sie nur machen, wenn sie von US-Präsident Trump begnadigt wird.
- Ihr Anwalt veröffentlichte eine entsprechende Erklärung auf der Plattform X.
Die langjährige Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell hat heute Montag vor dem Kongress geschwiegen.
Sie habe «wie erwartet» von ihrem Recht des fünften Zusatzartikels Gebrauch gemacht und keine Fragen beantwortet, sagte der Republikaner James Comer nach einer entsprechenden Anhörung.
Der fünfte Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden darf.
Bitte um Gnade an Trump
Am Montag sandte die 64-Jährige eine klare Botschaft an Donald Trump: Sollte der Präsident ihr Gnade gewähren, würde sie ihn von jeglichem Fehlverhalten in Bezug auf Epstein freisprechen.
Ghislaine Maxwell invoked her Constitutional right to silence this morning before @RepJamesComer and the House Oversight Committee. Here is the statement I gave to the Committee explaining why:
— David Oscar Markus (@domarkus) February 9, 2026
Members of the Committee:
On my advice, Ghislaine Maxwell will respectfully invoke…
Ihr Anwalt David Oscar Markus veröffentlichte später auf der Plattform X eine entsprechende Erklärung.
«Wenn dieser Ausschuss und die amerikanische Öffentlichkeit wirklich die ungefilterte Wahrheit über die Geschehnisse erfahren wollen, gibt es einen einfachen Weg», schrieb er. «Frau Maxwell ist bereit, umfassend und ehrlich auszusagen, wenn ihr von Präsident Trump Gnade gewährt wird.»
Weiter schreibt er: «Nur sie kann einen vollständigen Bericht liefern.» Die Wahrheit sei wichtig. Sowohl Trump als auch der ehemalige Präsident Bill Clinton seien unschuldig.
Trump und Clinton, die in den vom Justizministerium veröffentlichten Akten immer wieder auftauchen, haben jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein bestritten.
Maxwell verbüsst 20-jährige Haftstrafe
Comer betonte, dass er «nichts darüber wisse», dass Maxwell unter Druck gesetzt worden sei, um keine Fragen zu beantworten. Medien zufolge war Maxwell per Video zugeschaltet worden.
Maxwell wurde im Jahr 2022 verurteilt. Als langjährige Vertraute von Jeffrey Epstein soll sie ihm Mädchen und junge Frauen zugeführt haben. Sie verbüsst eine 20-jährige Haftstrafe und sitzt Medien zufolge in einem Gefängnis in Texas.
Maxwells Anwalt David Oscar Markus hatte bereits am 20. Januar in einem Schreiben an Ausschusschef Comer erklärt, seine Mandantin werde die Aussage verweigern. Zur Begründung verwies der Anwalt auf laufende juristische Verfahren.
Eine Aussage unter Eid würde Maxwells verfassungsrechtliche Ansprüche gefährden und sie strafrechtlich belasten, so Markus. Eine Anhörung unter diesen Umständen wäre «politisches Theater und eine komplette Verschwendung von Steuergeldern».
Ausschusschef Comer hatte zuletzt erklärt, Maxwells Aussage sei für die Untersuchungen des Kongresses zentral.














