Am Dienstag sollen die Verhandlungen um das internationale Atomabkommen mit dem Iran fortgesetzt werden. Sie finden in Doha, Katar statt.
atompakt
Der Iran trieb sein Atomprogramm entgegen den Abmachungen weiter voran. Foto: Majid Asgaripour/AP/dpa - dpa-infocom GmbH
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • In Katar sollen die Verhandlungen um das Atomabkommen fortgesetzt werden.
  • Das Gespräch findet zwischen dem Iran und Unterhändlern aus der EU statt.
  • Direkte Gespräche mit den USA soll es nicht geben.

Die Verhandlungen über das internationale Atomabkommen mit dem Iran sollen im Golfemirat Katar fortgesetzt werden. Bereits am Dienstag wollen sich Unterhändler in der katarischen Hauptstadt Doha treffen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag unter Berufung auf das Aussenministerium. Die Gespräche sollen nach Angaben aus dem Iran unter Vermittlung der Europäischen Union stattfinden.

Direkte Gespräche mit den USA soll es zunächst nicht geben. Auch werden im Gegensatz zu den bisherigen Treffen in Wien die anderen fünf Vertragspartner nicht teilnehmen. Das sind China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland. Seit März stocken die Verhandlungen bereits.

Die Ankündigung erfolgte nach einem Besuch des EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell in Teheran am Wochenende. Irans Aussenminister Hussein Amirabdollahian hatte die Wiederaufnahme der Verhandlungen gemeinsam mit Borrell angekündigt. Irans Präsident Ebrahim Raisi versicherte später ebenfalls, dass sein Land die Verhandlungen fortsetzen wolle.

Iran will Nukleartechnik nur für friedliche Zwecke nutzen

Die Internationale Atomenergiebehörde warnte kürzlich, dass der Iran nur noch wenige Wochen benötige, um Ausgangsmaterial für eine Atombombe zu produzieren. Teheran betont immer wieder, Nukleartechnologie nur für friedliche Zwecke zu nutzen.

Das Abkommen soll das Atomprogramm der islamischen Republik wesentlich einschränken. Im Gegenzug wird die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump 2018 einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen. Sie hatten neue Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Mehr zum Thema:

Donald Trump EU