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    Arabische Liga warnt vor ausländischen Interventionen in Libyen

    AFP
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    Ägypten,

    Vor dem Hintergrund türkischer Pläne für eine Truppenentsendung nach Libyen hat die Arabische Liga vor ausländischen Interventionen in dem nordafrikanischen Land gewarnt.

    Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga in Kairo
    Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga in Kairo - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erdogan plant Entsendung von Kampftruppen.

    Bei einer Dringlichkeitssitzung in Kairo forderte die Organisation am Dienstag dazu auf, «ausländische Einmischung» in Libyen zu verhindern. Solche Interventionen könnten «ausländischen Extremisten» den Weg in das Land bahnen, hiess es in einer Resolution.

    Der Zusammenschluss arabischer Staaten brachte «ernsthafte Besorgnis» über die «militärische Eskalation» des Konflikts in Libyen zum Ausdruck. Dadurch würden «die Sicherheit und Stabilität der Nachbarländer und der gesamten Region bedroht». Die Dringlichkeitssitzung war von Ägypten beantragt worden.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will die international anerkannte Regierung in Tripolis in ihrem Kampf gegen den abtrünnigen General Chalifa Haftar unterstützen. Am Donnerstag soll das Parlament in Ankara über seinen Antrag auf Entsendung von Kampftruppen beraten. Für den Einsatz ist die Zustimmung des Parlaments erforderlich.

    Ende November hatte Erdogan mit dem Ministerpräsidenten der Regierung der Nationalen Einheit, Fajes al-Sarradsch, ein umstrittenes Militärabkommen geschlossen. Darin wurde vereinbart, dass Soldaten und Polizisten zu Trainings- und Ausbildungszwecken ins jeweils andere Land geschickt werden. Einen Einsatz türkischer Kampfverbände in Libyen sah das Abkommen jedoch nicht vor.

    Durch die zwischen von Erdogan geplante Entsendung von Kampftruppen könnte sich die ohnehin schon komplizierte Lage in Libyen weiter zuspitzen. Einer Reihe von Ländern wird vorgeworfen, in Libyen einen Stellvertreter-Krieg zu führen. Während die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Russland und Saudi-Arabien General Haftar unterstützen, stehen die Türkei und Katar auf der Seite der Einheitsregierung.

    In Libyen herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos. Die Einheitsregierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar und seine «Libysche Nationalarmee» kontrollieren den Osten des Landes. Seit dem Beginn von Haftars Offensive auf Tripolis vor acht Monaten wurden nach UN-Angaben mehr als 280 Zivilisten getötet und mehr als 140.000 Menschen vertrieben.

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