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Apple soll Bundesregierung Telegram-Kontaktadresse übermittelt haben

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Deutschland,

Der Tech-Konzern Apple hat laut eines Berichts eine ladungsfähige Anschrift des Messenger-Dienstes Telegram an die deutsche Bundesregierung übermittelt.

Bundesinnenministerin Faeser
Bundesinnenministerin Faeser - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Apple habe eine ladungsfähige Anschrift von Telegram an die Bundesregierung übermittelt.
  • Die Regierung will den Messenger-Dienst dazu bringen, vehementer gegen Hass vorzugehen.

Die Bundesregierung hat beim Kampf gegen strafbare Hass- und Gewaltaufrufe im Messenger-Dienst Telegram offenbar Hilfe aus den USA erhalten. Behörden wollen Messenger-Dienst zu Vorgehen gegen Hass und Hetze bringen.

Das Technologie-Unternehmen Apple bietet Telegram in seinem App-Store an. Der Tech-Riese habe eine ladungsfähige Anschrift der Firma Telegram übermittelt, berichtete die Zeitung «Die Welt» am Montag. Dies habe Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nach Angaben aus Teilnehmerkreisen den Innenministern der Länder mitgeteilt.

Telegram ist für deutsche Behörden schwer greifbar

Die Bundesregierung will Telegram dazu bringen, entschlossen gegen Hass und Hetze in seinem Dienst vorzugehen. Die Firma ist für die deutschen Behörden jedoch schwer greifbar. Das von einem Russen gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Dubai. Auf zwei bereits im April vergangenen Jahres verschickte Bussgeldwarnungen reagierte Telegram nicht.

Faeser hatte am Freitag bei der Pressekonferenz der Innenministerkonferenz von ersten Kontakten ihres Hauses zu Telegram berichtet. Details nannte sie dabei aber nicht. Laut «Welt» liessen sowohl das Bundesinnenministerium als auch Apple und Telegram Anfragen zur Übermittlung der Adresse bislang unbeantwortet.

Telegram-Hass gegen Politiker und Forschende

Telegram entwickelt sich nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend zu einem Medium der Radikalisierung. Besonders betroffen sind Politiker sowie Experten aus Wissenschaft und Medizin, die sich bei der Bewältigung der Corona-Pandemie öffentlich engagieren.

Mitte Dezember durchsuchte die Polizei Objekte von Mitgliedern einer Chatgruppe. Diesen hegte auf Telegram Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU).

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