António José Seguro gewinnt Präsidentenwahl in Portugal

Maja Bojic
Maja Bojic

Portugal,

António José Seguro gewinnt die portugiesische Präsidentenwahl überlegen und setzt sich in der Stichwahl klar durch.

António José Seguro Präsidentenwahl
António José Seguro hat die Präsidentenwahl in Portugal gewonnen. - keystone

António José Seguro hat die Präsidentenwahl in Portugal mit deutlichem Vorsprung gewonnen und sich in der Stichwahl klar durchgesetzt.

Laut offiziellen Endergebnissen erreichte der gemessene Sozialist 66,8 Prozent der Stimmen und besiegte damit den rechtspopulistischen Herausforderer André Ventura deutlich. «SRF» berichtet, dass nach Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen diese Verteilung offiziell feststand.

Ventura erhielt 33,2 Prozent der Stimmen und räumte seine Niederlage ein, während Seguro seine Absicht bekräftigte, dem Land zu dienen. Die Wahlbeteiligung blieb trotz schwieriger Wetterbedingungen stabil.

Seguro und Ventura erreichen Stichwahl in Portugal

Seguro ist 63 Jahre alt und Vertreter der sozialdemokratisch orientierten Partei PS. Er qualifizierte sich nach dem ersten Wahlgang mit rund 31,1 Prozent der Stimmen für den entscheidenden zweiten Wahlgang.

Sein Konkurrent Ventura hatte im ersten Durchgang etwa 23,5 Prozent erzielt und sich damit ebenfalls für das Finale qualifiziert. «Euronews» beschreibt diese Entwicklung als Ausdruck eines kompetitiven politischen Feldes.

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Ventura, der Vorsitzende der Chega-Partei, gilt als wichtige oppositionspolitische Kraft. Trotz seiner Niederlage erzielte er ein respektables Ergebnis, das auf die wachsende Bedeutung rechter Kräfte hinweist.

Zeremonielles Amt mit wichtigen Befugnissen

Das Amt des Präsidenten in Portugal ist formal zeremoniell. Es verfügt über politische Befugnisse wie das Vetorecht gegen Gesetze und die Möglichkeit, das Parlament aufzulösen oder vorgezogene Wahlen auszurufen.

Die «Deutsche Welle» hebt diese Rechte hervor, die dem Staatsoberhaupt Einfluss in Krisenzeiten verleihen können.

Seguro folgt auf den konservativen Amtsinhaber Marcelo Rebelo de Sousa, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Die Amtseinführung ist, wie von «SRF» berichtet, für den 9. März 2026 geplant.

Portugal Präsidentenwahl: Breite Ablehnung rechter Politik sichtbar

Internationale Politikbeobachter kommentieren, dass Seguros Sieg als Zeichen für eine breite Ablehnung rechtspopulistischer Politiken im Land gesehen wird.

Laut «Reuters» unterstützten auch einige konservative Stimmen den sozialdemokratischen Kandidaten im zweiten Wahlgang, um eine Eskalation rechter Positionen zu verhindern.

Präsidentschaftswahlen in Portugal
Eine Wählerin gibt ihre Stimme in einem Wahllokal während der Präsidentschaftswahlen in Portugal ab. (Archivbild) - keystone

Ventura erklärte, er werde weiterhin für politische Veränderungen in Portugal eintreten, trotz seiner Wahlniederlage. Diese Worte unterstreichen laut verschiedenen Agenturmeldungen die anhaltende Dynamik in Portugals politischer Landschaft.

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Kommentare

User #2742 (nicht angemeldet)

Der Partido Socialista (PS) ist in Portugal die Sozialdemokratische Partei.

User #6092 (nicht angemeldet)

" gemässigter Sozialist " gggg wie wo soll ein Sozialist gemässigt sein????

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