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    Portugiesische Ferieninsel Madeira verlangt Eintritt fürs Wandern

    Elena Hatebur
    Elena Hatebur

    Portugal,

    Die Wanderidylle auf der beliebten Ferieninsel Madeira hat ihren Preis: Wer die atemberaubende Landschaft erkunden will, muss künftig zahlen und reservieren.

    Madeira
    Wer die Natur Madeiras zu Fuss erkundigen möchte, muss den Zugang zu Wanderwegen reservieren und bezahlen. (Symbolbild) - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ferieninsel Madeira verlangt künftig für mehr Wanderwege einen Eintrittspreis.
    • Personen über zwölf Jahre müssen umgerechnet 4,15 Franken zahlen – und reservieren.
    • Ausgenommen sind Einheimische. Doch auch diese müssen den Zugang im Voraus anmelden.

    Madeira gilt als Sehnsuchtsziel vieler Feriengäste. Die portugiesische Inselgruppe vulkanischen Ursprungs ist bekannt für ihre spektakulären Wanderwege, schroffen Küsten und grünen Landschaften.

    Doch wer die Natur künftig zu Fuss entdecken will, muss tief ins Portemonnaie greifen. Seit Jahresbeginn hat die Region die Zahl der kostenpflichtigen Wanderwege deutlich ausgeweitet. Waren es im vergangenen Jahr noch sieben Routen, sind es nun bereits 35.

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    Laut der offiziellen Buchungsplattform bezahlen Urlauber neu umgerechnet 4.15 Franken pro Wanderung. Das sind umgerechnet rund 1.15 Franken mehr als in den Jahren davor.

    Wandern nur noch mit Reservation

    Mit der Ausweitung der Gebühren führt Madeira auch ein Reservationssystem ein. Wer einen der Wanderwege nutzen will, muss nicht nur bezahlen, sondern sich im Voraus auch anmelden.

    Besuchende müssen genau angeben, wann sie den Weg betreten möchten. Die Angabe einer Uhrzeit ist zwingend. Spontane Ausflüge werden damit zur Ausnahme. Ausserdem werden nicht alle auf die Wege gelassen, die Insel hat ein Besucherlimit eingeführt.

    Die Regelung betrifft alle Personen über zwölf Jahre, die nicht auf Madeira wohnhaft sind. Doch auch Einheimische sind nicht völlig ausgenommen: Aufgrund der Kapazitätsbeschränkungen müssen auch sie den Zugang zu den Wanderwegen reservieren.

    Ausnahmen gelten für Menschen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 60 Prozent sowie für deren Begleitpersonen.

    Insel will Besucheransturm eingrenzen

    Mit dem neuen System will die Insel den Besucherandrang besser steuern. Ziel sei es, die stark frequentierten Routen zu entlasten, heisst es auf der Website. Ausserdem soll der Massentourismus eingedämmt werden.

    Gleichzeitig soll die Massnahme die Sicherheit erhöhen und zur ökologischen Nachhaltigkeit beitragen.

    Wer die Reservation und Bezahlung der Wanderwege nicht berücksichtigt, wird teuer bestraft. Umgerechnet bis zu 45 Franken kann die Busse kosten.

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    Kommentare

    User #4745 (nicht angemeldet)

    Das macht Sinn. Wenn man bei noch nicht erreichtem Limit auch kurz vorher reservieren kann, kommt auch die Spontaneität nicht zu kurz. Wenn es da zugeht wie in einer Fussgängerzone, weil da zuviele Leute langspazieren, dann macht das ja auch keinen Spass. Maut für Wanderwege gibt es in Österreich übrigens auch. Dort ist zwar das Betreten des Waldes generell kostenlos, aber wenn der Weh beispielsweise durch eine Schlucht führt oder dieser besondere regelmässige Instandhaltungsarbeiten erfordert, dann wird doirt auch eine Maut erhoben. Die Aareschlucht in Meiringen hier in der Schweiz darf auch nur gegen Bezahlung betreten werden.

    User #2456 (nicht angemeldet)

    Stimmt nicht ganz, Einheimische sind davon ausgenommen. Besucher werden so nicht eingeschränkt, die bezahlen das! Man müsste bei der Zulassung im Flugverkehr ( Billigairlines) beginnen, damit es hier nicht so voll ist!

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