Im März hat Mann Brandsätze auf die chinesische Botschaft in Berlin geworfen. Nun wurde der mutmassliche Täter angeklagt.
Botschaft
Die Fassade der chinesischen Botschaft in Berlin. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mann hat im März Brandsätze auf die chinesische Botschaft in Berlin geworfen.
  • Er wollte gegen Minderheitenpolitik in China protestieren.
  • Nun wurde der mutmassliche Täter angeklagt.

In Berlin ist Anklage gegen einen 42-Jährigen erhoben worden, der im März mehrere Brandsätze auf die chinesische Botschaft geworfen haben soll.

Dem chinesischen Staatsbürger werden unter anderem versuchte schwere Brandstiftung und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Montag mitteilte.

Mitarbeiter konnten Brandsätze löschen

Der Mann soll am 10. März sogenannte Molotowcocktails über den Zaun der chinesischen Botschaft in Berlin geworfen haben. Die Brandsätze zerschellten auf dem Boden vor einer Mauer des Botschaftsgebäudes. Mitarbeiter der Botschaft konnten sie löschen. Der 42-Jährige wurde von Zeugen und Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Tat hat den Ermittlungen zufolge einen politische Hintergrund. Der Mann wollte damit gegen die Minderheitenpolitik der chinesischen Regierung protestieren. China steht vor allem wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Kritik.

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