Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko wurde von allen olympischen Aktivitäten verbannt. Nun übernimmt sein Sohn die Leitung des NOK.
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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Alexander Lukaschenko gibt die Leitung des Nationalen Olympischen Komitees ab.
  • Das Internationale Olympische Komitee hatte ihn von allen Aktivitäten verbannt.
  • Sein Sohn Viktor übernimmt somit mitten in einer sportpolitischen Krise.

Vom Präsidentenberater zum Leiter des Nationalen Olympischen Komitees (NOK): Der Sohn des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko tritt die Nachfolge seines Vaters an der Spitze des Olympia-Komitees an. Und das inmitten sportpolitischer Turbulenzen.

Mit seinem ältesten Sohn werde es im NOK «keinen Diebstahl, keine Korruption oder Veruntreuung» geben. Der seit 1994 autoritär regierende Präsident sagte dies am Freitag.

Alexander Lukaschenko: IOC suspendierte ihn

Viktor Lukaschenko war bislang NOK-Vize und Berater des belarussischen Präsidenten. Nach seiner Beförderung vom Vizechef zum NOK-Präsidenten gebe sein Sohn seinen Posten als nationaler Sicherheitsberater ab.

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Alexander Lukaschenko (links), Präsident von Belarus, spricht mit seinem Sohn Viktor Lukaschenko. Der Sohn von Machthaber Alexander Lukaschenko ist neuer Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) von Belarus. Foto: Andrei Stasevich/POOL BelTa/AP/dpa - dpa

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Alexander und Viktor Lukaschenko im Dezember von allen olympischen Aktivitäten suspendiert. Zuvor hatte das belarussische NOK Athleten wegen ihrer politischen Ansichten unter Druck gesetzt. Medienberichten zufolge waren mehr als hundert Athleten vom Leistungssport in Belarus ausgeschlossen worden. Dies, weil sie einen offenen Brief unterzeichnet hatten, in dem ein Ende der Polizeigewalt gegen regierungskritische Demonstranten gefordert wird.

Aufgrund der IOC-Sanktionen kann Lukaschenko auch nicht die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer besuchen. Das IOC erwägt ausserdem, bei den Sommerspielen die belarussische Flagge zu verbannen.

Belarus verliert Gastgeberrolle bei Sport-Events

Lukaschenko hatte die Proteste nach seiner umstrittenen Wiederwahl im August gewaltsam niederschlagen lassen. Tausende Demonstranten wurden festgenommen und Berichten zufolge teils schwer misshandelt. Die Opposition wirft dem seit 26 Jahren regierenden Staatschef Wahlbetrug vor. Wegen der politischen Unruhen war Belarus bereits die Gastgeberrolle der Weltmeisterschaften im Eishockey und im Modernen Fünfkampf entzogen worden.

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