Lukaschenko lässt erneut politische Gefangene frei

    Keystone-SDA
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    Weissrussland,

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat erneut mehrere politische Gefangene freigelassen. Bei 28 der insgesamt 32 Entlassenen handelt es sich dem Präsidialamt zufolge um Menschen, die wegen Extremismusvorwürfen verurteilt worden waren. 20 Frauen und 12 Männer seien im Vorfeld des Nationalfeiertags am 3. Juli begnadigt worden. Namen der Freigelassenen gaben die Behörden zunächst nicht bekannt.

    Lukaschenko
    Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus. (Symbolbild) - keystone

    Die Nachricht von der Freilassung von 28 politischen Gefangenen sei vor allem eine Erleichterung für deren Familien, schrieb die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in sozialen Medien. Es dürfe nicht vergessen werden, dass weiterhin Hunderte politische Gefangene in Gefängnissen in Belarus seien. Jeder einzelne von ihnen müsse freigelassen werden.

    Das Menschenrechtszentrum Wjasna zählt derzeit mehr als 800 politische Gefangene in Belarus. Zuletzt hatten die USA mehrfach die Freilassung politischer Gefangener in Belarus erreicht. Im Dezember vergangenen Jahres wurde etwa die prominente Oppositionelle Maria Kolesnikowa mit mehr als 120 weiteren politischen Gefangenen aus dem Gefängnis entlassen – im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen.

    Der autoritär herrschende Lukaschenko regiert die Ex-Sowjetrepublik seit 1994. Dass er sich bei der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl 2020 erneut zum Sieger hatte erklären lassen, löste landesweit Proteste aus. Diese schlug die Obrigkeit brutal nieder. Im vergangenen Jahr liess sich Lukaschenko erneut im Amt bestätigen.

    Kommentare

    User #5070 (nicht angemeldet)

    In meinen kühnsten Träumen stelle ich mir vor, dass Lukaschenko sich von Putin lossagt und die Ukraine unterstützt, womit Putins Angriffskrieg dann wohl zu Ende wäre. Wie gesagt: Träume....

    User #2735 (nicht angemeldet)

    Je mehr politische Gefangene er freilässt, desto grösser wird die Möglichkeit, dass ein weiterer Teil von Putin's Machtbereich abtrünnig wird. Da wird sich die glorreiche russische Armee wohl auf eine Übernahme des belarussischen Staatsgebiet einstellen müssen. Das wiederum entlastet die Ukraine und andere Teilrepubliken der RF werden sehr genau wahrnehmen wie viel diese Armee noch fähig ist zu besetzen. Da stehen einige in den Startlöchern um wegzubrechen.

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