Zu viele Unfälle: SP-Zybach fordert Helmpflicht für Velofahrer
Die Zahl der Schwerverletzten im Strassenverkehr hat zugenommen. Jetzt braucht es Massnahmen, fordert SP-Nationalrätin Ursula Zybach in einem Vorstoss.
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Das Wichtigste in Kürze
- Bei Strassenverkehrsunfällen gab es 2025 mehr Schwerverletzte als im Vorjahr.
- Vor allem Velofahrer sind betroffen.
- SP-Nationalrätin Ursula Zybach schlägt nun eine Helmpflicht vor.
Sie habe sich ja auch lange geweigert, einen Velohelm zu tragen, gesteht Nationalrätin Ursula Zybach ein. Zu umständlich schien es, diesen zu verstauen. «Aber es ist so einfach: Man kann ihn an den Lenker hängen, man kann irgendwo hingehen, er bleibt da, er wird nicht geklaut.»
Und nun soll er Pflicht werden, fordert Zybach in einem soeben eingereichten Vorstoss. Sie haben die neusten Zahlen zu den Strassenverkehrsunfällen 2025 aufgeschreckt: «Es braucht dringend Massnahmen», so ihre Schlussfolgerung.

214 Menschen kamen im letzten Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Fast 4000 Personen wurden schwer verletzt.
Zwar ist die Anzahl der Toten im Strassenverkehr gesunken – aber längst nicht im eigentlich angestrebten Ausmass. Die Zahl der Schwerverletzten ist gar angestiegen. Es fehle die Strategie, die einst mit dem Handlungsprogramm «Via sicura» lanciert wurde.
Ziele ohne Massnahmen kaum zu erreichen
Die Ziele des Bundesamts für Strassen (Astra) sind bis 2030 maximal 100 Tote und 2500 schwer Verletzte. Also bei den tödlichen Unfällen eine Halbierung innert fünf Jahren. Das sei ohne Massnahmen kaum zu erreichen, schreibt Zybach in ihrem Vorstoss.
In der Parlamentarischen Initiative formuliert sie verschiedene Massnahmen, die man auf Gesetzesstufe treffen könnte. «Zum Beispiel eine Helmpflicht für Velos und für E-Bikes. Aber auch, dass man noch einmal anschaut, ab welchem Alter man schwere Motorräder fahren darf.»
Per 2021 wurde das Mindestalter für die Kategorie A1 (bis 125 ccm) von zuvor 18 auf 16 Jahre gesenkt.
Zybach geht davon aus, dass gerade das Helmobligatorium in der Bevölkerung auf Verständnis stösst. Vor allem, wenn man realisiere, wie hoch die Zahl der Toten und vor allem der Schwerverletzten sei. «Eine einfache Massnahme, um seinen Kopf und sein Leben zu schützen.»

















