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Verkehr ’45: Das sagt Bundesrat Rösti zum ETH-Gutachten

Keystone-SDA
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Bern,

Ein vom Bund in Auftrag gegebenes Gutachten der ETH rät dazu, den Schwerpunkt bei grossen Schlüsselprojekten zu setzen. Nun äussert sich Verkehrsminister Rösti.

Das sagt Albert Rösti zum weiteren Vorgehen beim Ausbau von Strassen- und Schienennetz

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat will beim Verkehrsnetzausbau wegen Milliardenkosten klare Prioritäten setzen
  • Grundlage ist ein ETH-Gutachten, das Verkehrsminister Rösti in Auftrag gab.
  • Die Ausbauschritte 2027-2035 sollen gemeinsam geplant, aber getrennt abgestimmt werden.

Angesichts von erwarteten Milliarden-Mehrkosten beim Ausbau der Bahn-Infrastruktur und dem Nein zu Autobahn-Ausbauten an der Urne will der Bundesrat beim Ausbau der Verkehrsnetze Prioritäten setzen. Die Grundlage dafür liefert ein Gutachten der ETH Zürich.

Bundesrat beauftragt Uvek mit Prioritätenliste

Der Bundesrat hat festgelegt, wie er vorgehen will. Bis Ende Januar 2026 muss das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) Projekte vorschlagen, die in die Nationalstrassen- und die Bahninfrastruktur-Ausbauschritte sowie ins fünfte Programm Agglomerationsverkehr aufgenommen werden sollen.

Rösti
Bundesrat Albert Rösti an der Medienkonferenz am Donnerstagnachmittag. - Youtube

Für die Bahn-Infrastruktur soll das Uvek eine Variante vorlegen, die von mehr Einnahmen ausgeht, aber nicht im Widerspruch steht zum Entlastungspaket 27, das derzeit im Parlament diskutiert wird. Bei den Strassen-Projekten und bei Agglomerationsprogrammen soll von den bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen ausgegangen werden.

Gemeinsame Planung, getrennte Referenden

Die Ausbauschritte für Strasse und Bahn sowie die Beiträge ans Programm Agglomerationsverkehr will der Bundesrat in der Vernehmlassung bündeln und damit die gesamtheitliche Planung der nächsten Ausbauschritte aufzeigen. Gegen die Beschlüsse zu Bahn und Strasse plant er dann aber getrennte Referenden.

Festhalten will der Bundesrat am gestaffelten Ausbau, soweit das inhaltlich sinnvoll ist. In der Vernehmlassungsvorlage will er daher einen Ausbauschritt 2027 für Strasse, Bahn und Beiträge ans Programm Agglomerationsverkehr beantragen. Gleichzeitig will er einen Ausblick auf die weiteren Ausbauschritte 2031 und 2035 machen.

ETH-Gutachten als strategische Grundlage

Die Vernehmlassungsvorlage soll Ende Juni 2026 vorliegen. Grundlage für das Vorgehen des Bundesrates ist das Gutachten, das Verkehrsminister Albert Rösti im vergangenen Januar in Auftrag gegeben hatte. Am Donnerstag war es in Bern präsentiert worden.

Hattest du die Autobahn-Ausbauten bei der Abstimmung befürwortet?

Auslöser waren das Nein des Stimmvolkes zu Autobahn-Ausbauten. Ein zweiter war, dass für den beschlossene Bahn-Ausbauschritt rund 14 Milliarden Franken Mehrkosten erwartet werden, etwa wegen zusätzlicher Projekte.

Erstellt wurde das Gutachten unter Leitung von Ulrich Weidmann, ETH-Professor für Verkehrssysteme am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme.

Kommentare

User #6397 (nicht angemeldet)

Schon seltsam warum es an der Urne abgelehnt wurde, wenn hier 2/3 dafür sind. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Vielleicht sollten wir mal genau untersuchen, wie unsere Abstimmungunterlagen ausgezählt werden, statt einfach weieterhin blind darauf zu vertrauen, dass schon alles korrekt ist, weil wir schliesslich in der pefekten Demolratie leben und nicht in einer Bananenrepublik, oder?

User #2014 (nicht angemeldet)

Dreyfuss. Wenn die Gefahr vorbei ist müssen alle wieder zurückkehren. Im Jahr 2024 hatten 41 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren, rund drei Millionen Menschen, einen Migrationshintergrund.

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