Ständerat

    Ständerat genehmigt Genfer Elternurlaub vorerst nicht

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bernex,

    Der Kanton Genf muss seine Pläne für einen 24-wöchigen Elternurlaub vorerst auf Eis legen.

    Eltern beobachten Baby
    Die Nationalratskommission will den Elternurlaub flexibler, aber nicht länger machen. (Symbolbild) - Depositphotos

    Der Kanton Genf kann vorerst keinen 24-wöchigen Elternurlaub einführen. Der Ständerat hat die Gewährleistung der entsprechenden Verfassungsänderung sistiert. Er pocht jedoch darauf, dass das Parlament rasch über eine Revision des Erwerbsersatzgesetzes entscheiden kann.

    Der Bund ist zuständig für die Gewährleistung der Kantonsverfassungen. Das Parlament beurteilt jährlich mehrere Änderungen von Kantonsverfassungen danach, ob sie Bundesrecht nicht widersprechen.

    Die Genfer Stimmbevölkerung hatte am 18. Juni einen 24-wöchigen Elternurlaub beschlossen. Konkret soll die bestehende 16-wöchige kantonale Mutterschaftsversicherung um acht Wochen zugunsten des Vaters, der Partnerin der Mutter oder des Partners des Vaters ergänzt werden.

    Bundesrat sieht Widerspruch zum geltenden Recht

    Sowohl die Mutterschaftsversicherung als auch die neue Elternschaftsversicherung sollen durch gleich hohe Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden finanziert werden. Dieser zweite Teil der Vorlage ist laut dem Bundesrat nicht mit geltendem Bundesrecht vereinbar.

    «Im Gegensatz zur Mutterschaftsversicherung haben die Kantone heute in diesem Bereich nicht die Kompetenz, eine Versicherung einzuführen, die durch paritätische Beiträge finanziert wird», schrieb die Landesregierung im Mai mit Verweis auf eine Auslegung des Bundesamtes für Justiz (BJ).

    Gleichzeitig gab der Bundesrat eine entsprechende Änderung des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz (EOG) in die Vernehmlassung. Falls dieses Gesetz dereinst in diesem Sinne geändert würde, werde der Bundesrat die Gewährleistung der Genfer Elternschaftsversicherung beantragen, schrieb er.

    Ständerat wartet ab

    Der Ständerat möchte diese Arbeiten abwarten, bevor er über die Gewährleistung der Genfer Verfassungsbestimmungen entscheidet, wie er am Dienstag stillschweigend beschloss. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) teilt diese Auffassung. Die grosse Kammer wird noch in der Herbstsession ebenfalls über die Sistierung entscheiden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2953 (nicht angemeldet)

    6 Monate ohne zu arbeiten. Nicht schlecht.

    User #1297 (nicht angemeldet)

    Das ist vernünftig.

    Weiterlesen

    Genf
    4 Interaktionen
    Bei Elternurlaub

    MEHR IN POLITIK

    1 Interaktionen
    Neu-Delhi
    6 Interaktionen
    Kiew
    donzallaz
    12 Interaktionen
    Nach Leak
    Krawalle Europa
    43 Interaktionen
    Paris/Zürich/Wien/Tirana/Lissabon

    MEHR STäNDERAT

    josef dittli
    3 Interaktionen
    Attinghausen UR
    5 Interaktionen
    Bern
    Lebensmittel Tisch Eier Nüsse Apfel Avocado Weintrauben Tomaten
    14 Interaktionen
    Bern
    Ständerat
    59 Interaktionen
    EU-Vertragspaket

    MEHR AUS BERNEX

    Nuvaring
    12 Interaktionen
    Nationalrat
    IOM Ukraine Krieg
    6 Interaktionen
    In Genf
    Eltern mit Baby
    24 Wochen
    primarschule lully
    88 Interaktionen
    «Gleichstellung»