Solidaritätsbeitrag für Brandopfer von Crans-Montana gibt zu reden

    Keystone-SDA
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    Ayent,

    Nicht nur die im Nachgang des Brandes in Crans-Montana stationär behandelten Opfer und ihre Angehörigen sollen Geld vom Staat erhalten, sondern auch Härtefälle. So will es eine Mehrheit der zuständigen Nationalratskommission.

    Crans-Montana
    Menschen in Crans-Montana trauern um die Opfer der Brandkatastrophe. - keystone

    Die Rechtskommission des Nationalrats (RK-N) will den Kreis der anspruchsberechtigten Opfer erweitern, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

    Ob der Solidaritätsbeitrag allen stationär Behandelten oder – im Härtefall – auch einigen der dreissig ambulant im Spital behandelten Personen zugutekommen soll, war nach der Ständeratsdebatte vom vergangenen Mittwoch unklar geblieben. Gesetz und Finanzierungsbeschluss widersprechen sich in diesem Punkt.

    Keine Differenz zwischen Nationalratskommission und Ständerat gibt es bei der Klärung der Modalitäten für einen Runden Tisch und bei der Frage einer allfälligen finanziellen Beteiligung des Bundes an Vergleichslösungen. Diese Punkte sollen in einen separaten Entwurf fliessen, über den erst später entschieden werden soll.

    Eine Minderheit der RK-N beantragt zudem, auch die Frage des Solidaritätsbeitrags in diesem Rahmen zu regeln – und somit nicht wie vom Ständerat beschlossen als dringliches Bundesgesetz in der laufenden Frühjahrssession. Eine weitere Minderheit der Nationalratskommission will sowohl die Ausrichtung als auch die Höhe des Solidaritätsbeitrags an das «Vorliegen einer materiellen Bedürftigkeit» der Opfer knüpfen.

    Der Ständerat hatte am Mittwoch für einen Solidaritätsbeitrag von 50'000 Franken pro Person an die Opfer der Brandkatastrophe und deren Angehörige votiert. Allerdings will er Regressforderungen des Bundes ermöglichen und bremst bei der Beteiligung des Bundes an Vergleichslösungen. Am kommenden Montag wird das Geschäft im Nationalrat behandelt.

    Bei der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Silvesternacht verloren 41 Menschen ihr Leben. 115 Personen mussten sich wegen Verletzungen im Spital behandeln lassen – 85 von ihnen stationär.

    Kommentare

    User #3665 (nicht angemeldet)

    Was soll das!? Ich als Steuerzahler bin dich nicht bereit für ein Desaster, Bestechung, Gemeinde-und Kantonsversagen und dann noch einem Besitzerehepaar, das diese Katastrophe in Kauf genommen hat, zu helfen und den Opfern sowie den Hinterbliebenen Geld zu bezahlen. Der Bund sind wir, das Volk!!! Dieses Paar hat Versicherungen und diese müssen bezahlen oder die Gemeinde oder meinetwegen der Kanton Wallis, aber sicher nicht die gesamte Schweizer Bevölkerung. Wir können nichts für diese Katastrophe die zu verhindern gewesen wäre. Punkt! Die Schweizer sollen büssen für etwas, was die Gemeinde, der Kanton und die Morettis zu verantworten haben!? Gehts noch!? Sollen doch die Bundesräte dies aus eigener Tasche bezahlen, das Geld ist zwar auch von uns Steuerzahler, aber nicht noch zusätzlich!!!

    User #4444 (nicht angemeldet)

    Die Schweiz soll die Bundeskasse weit öffnen, 50 tausend Fr. für ein Brandopfer ist nichts

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