Schweiz und Grossbritannien einigen sich auf Freihandelsabkommen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Bern,

    Nach drei Jahren Verhandlungen hat die Schweiz mit Grossbritannien ein neues Freihandelsabkommen vereinbart. Die Unterzeichnung folgt noch 2026.

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    Die Schweiz und Grossbritannien haben nach drei Jahren ein neues Freihandelsabkommen vereinbart. Es soll den Handel um 25 Prozent steigern. - keystone

    Bundespräsident Guy Parmelin und der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle haben das Abkommen am Montag in Bern bekanntgegeben. Das Freihandelsabkommen soll die Märkte beider Länder weiter öffnen, berichtet das «SRF».

    Grossbritannien ist der fünftwichtigste Handelspartner der Schweiz und bleibt ein zentraler Wirtschaftspartner, berichtet das «Handelsblatt». Das Freihandelsabkommen soll das bilaterale Handelsvolumen langfristig um rund 7,9 Milliarden Franken pro Jahr steigern: Zuwachs von 25 Prozent.

    Begrüsst du das neue Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien?

    Bundespräsident Parmelin betonte dabei die zentrale Bedeutung von Rechtssicherheit in Zeiten wachsenden Protektionismus. Ohne diese verlangsamten sich Investitionen, sagte er laut dem «Handelsblatt» an der gemeinsamen Medienveranstaltung mit Kyle.

    Was das Freihandelsabkommen für die Schweiz konkret verändert

    Ein Schwerpunkt liegt auf dem digitalen Handel und bei Dienstleistungen, wie das «SRF» berichtet.

    Das Handelsvolumen im Bereich grenzüberschreitender Dienstleistungen soll um ein Viertel zunehmen. Schweizer Geschäftsleute benötigen für Aufenthalte von wenigen Wochen in Grossbritannien künftig kein Arbeitsvisum mehr.

    Auch für die Pharmaindustrie bringt das Freihandelsabkommen wichtige Neuerungen. Parmelin bezeichnete die verankerten Patentschutzregeln als historischen Erfolg – so weit sei die Schweiz in keinem früheren Freihandelsabkommen gegangen.

    Wirtschaft begrüsst den Abschluss

    Der britische Wirtschaftsminister Kyle bezeichnete das Abkommen laut «swissinfo.ch» als «historic deal».

    Unternehmen aus dem Finanz- und Naturwissenschaftssektor beider Länder sollen besonders davon profitieren.

    Neben dem Patentschutz sollen auch die Rahmenbedingungen für den Datenverkehr verbessert werden. Das Freihandelsabkommen schafft ausserdem erleichterte Einreisemöglichkeiten für Fachkräfte und Geschäftsreisende.

    Geopolitisches Signal gegen Abschottung

    Parmelin und Kyle sehen das Freihandelsabkommen auch als Signal für offene Märkte, berichtet das «SRF». Beide Länder stehen nicht in der EU und setzen sich in einer Zeit globaler Abschottungstendenzen für freien Handel ein.

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    Pharma, Digital, Dienstleistungen: Das neue Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien öffnet Märkte in zentralen Schlüsselbranchen. (Symbolbild) - keystone

    Kyle erklärte, das Abkommen schaffe Stabilität für die Bevölkerung beider Länder. Parmelin sprach von einer Botschaft an die Welt, dass liberale Länder den Handel mit gemeinsamen Regeln weiter optimieren könnten.

    Bis zur Unterzeichnung sind noch letzte Details zu klären – diese soll noch Ende 2026 erfolgen, wie «swissinfo.ch» berichtet. Danach müssen die jeweiligen nationalen Genehmigungsverfahren durchlaufen werden.

    Kommentare

    User #1835 (nicht angemeldet)

    Die einzelabkommen werden die Trump-Situation wenig beeinflussen è

    User #3205 (nicht angemeldet)

    Geht doch!

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